Ein bunter Mix für Japan

Engagement für Japan (von links): Kiyoshi Matsubara, Manfred Unger sowie Julia Prochnau und Fritz Unger von FuSystems.Foto: O. Krebs

Benefizkonzert der Musikschule am 20. Mai in der Aula des Schulzentrum

Langenhagen (ok). Er kommt aus dem Katastrophengebiet in Japan und das Schicksal der Menschen dort liegt ihm nicht nur deshalb sehr am Herzen. Kiyoshi Matsubara, Oboist der NDR-Radiophilharmonie Hannover, organisiert Hilfsspenden für das Land in Fernost. Manfred Unger, Leiter der Langenhagener Musikschule, spielt auch in dem Orchester. Matsubara ihm von seinem Engagement berichtete, war er begeistert. Die Idee eines Benefizkonzertes entstand, bei dem sowohl japanische als auch deutsche Künstler mit von der Partie sind. Spenden und der Überschuss aus dem Getränkeverkauf gehen an die Anja-Fichte-Stiftung, die nach dem Tod der Flötistin im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden ist. Rund 130.000 Euro sind bisher für die Japan-Hilfe gesammelt worden; beim Benefizkonzert, das am kommenden Freitag, 20. Mai, in der Aula des Schulzentrums stattfindet, sollen noch ein paar Euro dazukommen. Der Eintritt ist zwar frei, aber Spenden natürlich willkommen. Und der Besuch lohnt sich wirklich; das Programm ist nach Aussage Manfred Ungers ein "bunter Mix". Ensembles der Musikschule sind genauso vertreten wie der Posaunenchor der Elisabethkirche, das Jagdhornbläserkorps und Alphornbläser. Zum Abschluss des Konzerts nach etwa eineinhalb Stunden werden die japanischen Vierjahreszeiten erklingen. Mit dabei ist am Freitagabend auch Manfred Ungers Sohn Fritz, der gerade sein Abitur baut und im Waldhorn-Oktett der Musikschule Langenhagen spielt. Fritz Unger ist allerdings nicht nur Pennäler und Hobby-Musiker, sondern mit seinen 20 Lenzen schon ein recht erfolgreicher Jungunternehmer. Der junge Mann leitet das ebenso junge Unternehmen "FuSystems Windkraft" an der Hessenstraße, das so genannte Mikrowindturbinen mit 800 Watt Nennleistung, 14, 8 Kilogramm und einem Rotordurchmesser von 1,30 Meter auf den Markt. Den flexiblen Anlagen gehört nach Ansicht Ungers die Zukunft, sind sie doch in Deutschland genehmigungsfrei, jeder könne sie sich quasi aufs Dach stellen und somit Strom erzeugen. Die Handhabung sei kinderleicht, sie werde einfach "wie ein Kühlschrank" angeschlossen.
In Japan stecke die Entwicklung regenerativer Energien noch in den Kinderschuhen, werde nach der Reaktorkatastrophe aber immer mehr zum Thema. Fritz Unger und sein Start-Up-Unternehmen wollen aktive Zukunftshilfe leisten, spendieren der Japan-Hilfe zwei Turbinen, jeweils im Wert von etwa 1.350 Euro. Die Kosten übernimmt zu zwei Dritteln FuSystems, das andere Drittel trägt die Metallbaufirma Kierey, die zum Beispiel die Rotoren der Turbinen fertigt.
So geht es beim Benefizkonzert am kommenden Freitag nicht nur um finanzielle, sondern auch um konkrete materielle Zukunftshilfe für das japanische Katastrophengebiet. Spenden für die Anja-Fichte-Stiftung können auch gern auf das Konto 624 555 200 bei der Volksbank Hannover (Bankleitzahl 251 900 01) überwiesen werden. Stichwort: "Spende für Japan". Auf Wunsch kann auch eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.