Ein Fest unter Nachbarn

Peter K. Jöcks (mitte) mit den beiden KSG-Clowns Spax (rechts) und Manoli.

Quartierstreff Wiesnau feiert fünfjähriges Bestehen

Langenhagen (lo). Eigentlich sollte in den Räumlichkeiten der Freiligrathstraße 11 zwei Einzelhändler einziehen. Doch stattdessen eröffnete die KSG dort einen Quartierstreff. Und das mit Erfolg. Am vergangenen Montag feierte der Verein win – Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG Hannover bereits das fünfjährige Bestehen des Quartierstreff Wiesenau. „Das es hier so ein Erfolg wird, konnte am Anfang keiner ahnen“, betonte Siegfried Volker, bei der KSG zuständig für das Immobilienmanagement sowie Vorstandsmitglied von win.
Bereits am Montagnachmittag hat der Verein zu einer „Offenen Tür“ ins Quartierstreff eingeladen. Neben Kaffee und Kuchen gab es unter anderem auch Kinderschminken, Luftballontiere und verschiedene Spielaktionen. Zudem fuhren die KSG-Clowns Spax und Manoli die Besucher in einer Fahrradrikscha durch die Nachbarschaft. „Es ist einfach schön mit den Menschen hier in unserem gemeinsamen Quartierstreff zu feiern“, sagte Claudia Koch vom Quartiersmanagement. „Hier kommen die Menschen einfach miteinander zusammen.“
Unter den Besuchern war auch Peter K. Jöcks. Bereits seit eineinhalb Jahren engagiert er sich ehrenamtlich im Quartierstreff. Neben einem Deutschkurses sowie der Ausrichtung einer wöchentlichen Frühstücksrunde und alle 14 Tage eines Talkcafés ist er auch Alltagsbegleiter. „Einmal im Monat fahre ich zu einem Ehepaar, um mit ihnen einfach zu reden. Zudem bin ich einmal die Woche bei einer 78-jährigen Dame, um unter anderem sie zum Arzt zu fahren oder ihre Sorgen zu besprechen“, erläuterte Jöcks.
Und der Ehrenamtliche ist mit viel Engagement dabei: „Das schöne ist ja das ich es nicht muss, sondern das ich es darf. Und es macht viel Spaß.“ Auch Koch ist von dem Einsatz von Jöcks begeistert. „Er gehört schon zum Inventar. Aber auch viele andere sind schon lange dabei“, sagte die Quartiersmanagerin. Insgesamt gibt es 25 Ehrenamtliche, welche sehr aktiv sind. „Sie sind der Kern des ganzen Geschehens. Ohne sie würde es nicht laufen“, ist sich Koch sicher.
Doch Friederike Erhart, zuständig für das Projekt Gesund im Quartier, würde sich noch weiter Ehrenamtliche wünschen. „Der Quartierstreff lebt davon, was die Menschen für Ideen mitbringen. Es ist ja von Nachbarn für Nachbarn“, erläuterte Erhart. Und auch Christa Leske ist von dem Engagement und auch der Geburtstagsfeier begeistert. „Es ist einfach toll, wenn hier gefeiert wird“, sagte sie selbst. Und sie ist sich auch sicher, dass sich der Stadtteil Wiesenau durch den Bau von verschiedenen Häusern verändert hat. „Wiesenau ist einfach schön“, findet auch Jöcks.
Während am Nachmittag die Tür für alle Nachbarn offen stand, gab es am Abend noch eine große Party mit geladenen Gästen, Kooperationspartnern und Freunden des Quartierstreff. „Wir wollten auch mal eine richtige Party feiern. Das gab es hier vorher noch nicht“, sagte Volker. Denn die Besucher konnten sich am Abend auf Musik vom DJ und Platz zum Tanzen freuen.