Ein gradliniges pädagogisches Konzept

Präsentieren den Sieger-Entwurf: Timo Heiken (von links), Carsten Hettwer, Mirko Heuer und Professor Hilde Léon.
 
Der Sieger-Entwurf.

IGS Langenhagen: erster Platz des Architektenwettbewerbs

Langenhagen. Der erste Platz im Architektenwettbewerb für die IGS Langenhagen ist vergeben. Er geht an die Architekten BKSP mit Sitz in Hannover für ihren Entwurf, für den sich die Jury-Mitglieder des Preisgerichts jetzt einstimmig aussprachen. Auch wenn es dafür einige Zeit und einen intensiven Austausch bedurft habe, wie Bürgermeister Mirko Heuer und Erster Stadtrat Carsten Hettwer gegen 20 Uhr berichteten. „Anfangs, nach der ersten Runde sahen Einzelne andere Entwürfe vorne“, so Heuer, der ebenso wie Hettwer als Sachpreisrichter stimmberechtigt bei der Entscheidung war. „Das zeugt davon, wie gut die Entwürfe sind, die bei diesem Wettbewerb eingereicht wurden“, ergänzte Hettwer.
Gut zehn Stunden hatten sich die neun Mitglieder des Preisgerichts mit den Modellen, Zeichnungen und Beschreibungen der insgesamt 19 Entwürfe auseinandergesetzt, ihre Stärken und Schwächen erörtert. Nach drei Abstimmungsrunden sprachen sich schließlich alle für den Beitrag des Architektenbüros aus Hannover aus. „Zum Schluss fiel die Bewertung aufgrund verschiedener Aspekte einstimmig aus – die energetische Bilanz des Gebäudes, der Umgang mit den erhaltenswerten Trakten oder den Bestandsbäumen und natürlich die Zuwegung zum Park gehören zu den wichtigsten Kriterien“, listeten Heuer und Hettwer auf.
„Das ist eine tolle Perspektive“, freute sich Timo Heiken, Leiter der IGS Langenhagen, über den Siegerentwurf. „Er ist gradlinig, schafft eine Adressbildung und setzt unser pädagogisches Konzept gut um.“ Die wohl auffälligste Veränderung ist für den Bereich an der Konrad-Adenauer-Straße geplant, wo sich künftig der Haupteingang befinden wird. Geschaffen wird er durch einen einstöckigen Gebäudeteil, der sich an die vorhandene Mensa anschließt und von dem aus vier neue, dreistöckige Gebäudetrakte mit Ausrichtung zum Stadtpark erschlossen werden.
Der neue Eingangsbereich dient der Erschließung der kompletten Schule und gibt dieser ein „Gesicht zur Stadt“, lobt Architektin Professor Hilde Léon, Vorsitzende des Preisgerichts. Dort befinden sich Foyer und Aula, deren Trennung aufgehoben und beide als „fließender“ Raum genutzt werden können. Zudem sind im Erdgeschoss die Verwaltungs- und Fachräume angesiedelt. Die Klassenräume liegen in den quer ausgerichteten Trakten.
Besonders erfreulich für die Langenhagener Jury-Mitglieder: „Uns war es wichtig, dass G- und M-Trakt erhalten bleiben“, sagte Schulleiter Heiken. Der G-Trakt, in dem sich Werkräume befinden, steht zwar in dem BKSP-Entwurf etwas abseits, was wiederum einen gewissen Charme habe: Er wirke wie „ein Pavillon im Park“, so Fachpreisrichterin Léon.
Ebenfalls von der Jury positiv bewertet und mit einem Preis versehen sind die Entwürfe von NAK (Numrich Albrecht Klumpp / zweiter Platz) sowie Gerber Architekten aus Dortmund (dritter Platz). Anerkennungspreise gehen an sinning architekten (stinner architekten) und Hascher Jehle Design GmbH. Die Modelle und Entwürfe der Preisträger sind übrigens bis zum 14. Dezember im Ratssaal ausgestellt. Aufgrund der pandemischen Lage und der seit 1. Dezember im Rathaus geltenden 3G-Regel sind sie während der Rathaus-Sprechzeiten jedoch nur zugänglich für jene, die sich mit einem entsprechenden Nachweis (geimpft, genesen oder getestet) an der Information anmelden.