Ein Interessenkonflikt?

ECHO-Leser kritisiert Ratsherr Wilhelm Behrens scharf

Langenhagen (ok). Führen ein Ratsmandat und eine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Verein irgendwann zwangsläufig zu einem Interessenkonflikt? Dieser Meinung ist zumindest ECHO-Leser Wolfgang Herboldt und spricht mit diesem Vorwurf direkt Wilhelm Behrens, Ratsherr der Unabhängigen, an. Hintergrund: Behrens habe sein Interesse für den Posten des zweiten Vorstzenden beim SC Langenhagen bekundet, zugleich aber im Rat der Stadt Langenhagen einer Kürzung der Zuschüsse für die Vereine zugestimmt. Behrens widerspricht dieser Darstellung vehement. Zunächst einmal werde die Sportförderrichtlinie durch den Haushaltsantrag der Mehrheitsgruppe nicht angetastet. Es gehe lediglich um Extra-Zuschüsse, die nicht alle in der Höhe bewilligt werden könnten. Konkret gehe es im Fall des SC Langenhagen um einen Extra-Zuschuss für das Ferienlager am Lenster Strand, der um 20 Prozent gekürzt werde. Für den Posten als zweiter Vorsitzender habe er seinen Hut keineswegs in den Ring geworfen, sich nur bereit erklärt, eine Vakanz interimsmäßig auszufüllen. Als sich ein aktiver Sportler gemeldet habe, sei schon im November klargewesen, dass er den Job nicht weitermachen werde. Darüber hinaus habe er einen Antrag zur Änderung der Richtlinien über die Gewährung von Zuschüssen für Jugendgruppen und Träger der freien Jugendpflege für Jugendfahrten und Jugendlager und wohnortnahe Ferienbetreuung gestellt. Dieser soll weiterhin politisch diskutiert werden. Und was ein ehrenamtliches Engagement eines Ratsmitglieds in einem Verein angeht: Das sei bei zwei Dritteln der Ratsmitgliedern der Fall, so Behrens.