Ein Juwel an der Wietze

Ein echtes Schmuckstück hat die Stadt Langenhagen mit dem Wietzepark – hier fotografiert im Abendlicht in dieser Woche. Foto: D. Lange

Ortstermin des Parkbeirates im Wietzepark

Langenhagen (dl). Der Wietzepark am Reuterdamm ist kein Park im klassischen Stil mit Blumenrabatten und geharkten Wegen, sondern ein Landschaftspark, der bewusst auf ein Nebeneinander klar geometrisch gestalteter und naturbelassener Flächen setzt. Die Wietze durchschneidet den Park entlang seiner Längsachse und bildet die natürliche Grenze zur Nachbargemeinde Isernhagen.
Der Park entstand in den Jahren 2000 bis 2006 als eine Weiterentwicklung der Wietzeaue als Naherholungsgebiet. Das etwa 56 Hektar große Areal teilt sich in drei Bereiche auf mit einem großen Wiesenbereich in der Mitte sowie einem naturnahen Gelände entlang der Wietze. Streuobstwiesen und Obstgärten bestimmen das Bild im westlichen Teil. Östlich der Wietze entstand im Jahr 2004 mit finanzieller Unterstützung seitens der Region ein weiterer naturbelassener Bereich; beide Parkteile sind durch zwei Brücken über den kleinen Fluss miteinander verbunden. Ein besonderes Augenmerk wurde bei der Gestaltung des Parks auf den Eingangsbereich gelegt. Flankiert von zwei schrägen, stahlgefassten Hochbeeten, lenkt ein Weg mit grauen Granitplatten den Blick direkt von der Straße in den Park hinein, der von Fuß- und Reitwegen durchzogen ist.
Ursula Schneider vom Fachdienst Grünplanung und Stadtbaurat Carsten Hettwer erläuterten den Mitgliedern des Langenhagener Parkbeirats jetzt auf einem Rundgang das gestalterische Konzept, das dem Park in seiner jetzigen Form zugrunde liegt. Ein Highlight dieses Ortstermins im Park war zweifellos der Moment, in dem ein Reh durch das hohe Gras sprang und das Gelände durchquerte. Ursula Schneider nahm diese Begebenheit zum Anlass, bei Hundebesitzern eindringlich dafür zu werben, ihre Vierbeiner vorschriftsgemäß an der Leine zu halten, ganz besonders in der Periode der Brut- und Setzzeit, in der der Leinenzwang auch auf der Hundeauslauffläche gilt. Diese Auslauffläche stößt bei den Hundebesitzern zwar nicht auf ungeteilte Zustimmung, aber sowohl Ursula Schneider als auch Carsten Hettwer setzen darauf, dass der Mensch bei der Nutzung des Parks die Belange des Naturschutzes beachtet und respektiert, nicht zuletzt angesichts der vielen seltenen Vogelarten wie dem Pirol, dem Neuntöter und auch den Rebhühner, die im Park ebenfalls bereits gesichtet wurden.
Im Anschluss an den Rundgang durch den Wietzepark setzte der Parkbeirat seine Sitzung im Rathaus fort und befasste sich mit der Nutzung des Eichenparks für Veranstaltungen sowie mit dem Fortgang der Restaurierungsarbeiten in der vom Holzbock befallenen Kapelle im Eichenpark. Stadtbaurat Carsten Hettwer schließt Veranstaltungen im Eichenpark nicht grundsätzlich aus, möchte diese jedoch beschränken auf die Flächen bei der Volkshochschule unter Beibehaltung des Parkcharakters. Die Mitglieder des Beirates stellten klar, dass sie Wert darauf legen, darüber im Vorfeld informiert und in die Planungen mit einbezogen zu werden.