"Ein kleines Kind ist groß geworden"

Die Kleinsten hatten es gut: Sie mussten ihre Beine nicht bewegen und machten es sich bequem.Foto: O. Krebs

14. UNICEF-Lauf: 16 Schulen und Kitas am Start

Langenhagen (ok). Felix ist selbst begeisterter Jogger, und wenn es um die gute Sache geht, zieht er die Laufschuhe natürlich noch einmal doppelt so gern an. Und am Freitag ging es um einen guten Zweck im fernen Afrika, ein Schulprojekt in Gambia. Ein Land, in dem sich Kika-Moderator und UNICEF-Pate Felix gut auskennt, ist er doch oft zu Dreharbeiten auf dem "schwarzen Kontinent". Gebaut werden sollen drei Klassenzimmer und Sanitärräume sowie Wasserhähne. Der UNICEF-Lauf stand bei traumhaftem Wetter an der IGS Langenhagen auf dem Programm, mehr als 2.000 Starterinnen und Starter aus 16 verschiedenen Schulen und Kitas rannten, was die Beine hergaben, um jeden Euro. Zugegeben: Die Kleinsten machten es sich dann doch eher im Bollerwagen bequem und ließen sich mehr oder weniger schnell durch den Eichenpark schieben. Rainer Lohse, der den Lauf 1992 ins Leben gerufen hat, war schwer begeistert vom Engagement der Schülerinnen und Schüler aber auch der Helferinnen und Helfer. "Ein Kind, das so klein war, ist so groß geworden", blickt Lohse zurück. So langsam will er den Staffelstab an seinen jungen Kollegen Daniel Möllenbeck weitergeben, stellt seine Hilfe aber auch noch in zwei Jahren zur Verfügung. Dann geht der 15. UNICEF-Lauf über die Bühne. Schulleiter Wolfgang Kuschel machte den Schülerinnen und Schülern klar, dass ihre Altersgenossen im fernen Afrika froh wären, in einem Klassenzimmer sitzen zu dürfen. Kuschel: "Nur jedes vierte Kind in Afrika geht zur Schule."
Auch Bürgermeister Friedhelm Fischer, für den es der letzte UNICEF-Lauf als Verwaltungschef ist, wünschte den Jugendlichen "viel Spaß beim Laufen und viele Kilometer". Er hoffe bei dem Wetter auf einen sechsstelligen Betrag, der auf die bisherigen 1,1 Millionen Euro draufkomme.