Ein "kleines Maßnahmenpaket"

Setzen sich für weniger Lärm in Krähenwinkel ein: die Sozialdemokraten Marc Köhler (links) und Walter Hoops.Foto: O. Krebs

SPD-Fraktion beantragt Zukunftskonzept für Krähenwinkel

Krähenwinkel (ok). Zwei Bahnlinien, zwei Hauptverkehrsstraßen und die Einflugschneise mitten durch den Ort – was das Thema Lärm angeht, wird Krähenwinkel nicht gerade verschont. Aus Sicht der SPD besteht akuter Handlungsbedarf – der Bodenrichtwert ist im vergangenen Jahr von 145 auf 140 Euro pro Quadratmeter gesunken; die Einwohnerzahl nehme auch stetig ab, liege aktuell bei 2.400.
Im Moment also wenig Pfunde, mit denen Krähenwinkel beim Wettbewerb der Kommunen und Ortschaft um Neubürgerinnen und Neubürger wuchern könne.
Die SPD – und da stimmt sie mit der CDU im Ort überein – setzt sich deshalb verstärkt dafür ein, dass der Lärm in der Ortschaft reduziert wird. Ein so genanntes Lärmminderungskonzept müsse daher sowohl das Ziel haben, bei der Flughafen-Leitung zu erreichen, dass die "überproportionale Abwicklung des Luftverkehrs über die Nordbahn" verringert werde. Bei der Deutschen Bahn soll sich für weitere Lärmschutzmaßnahmen eingesetzt werden. Sollte das alles nicht fruchten, dürfe der Lärm in Krähenwinkel zumindest nicht ansteigen; die SPD spricht sich klar gegen ein weiteres Gewerbegebiet in der Ortschaft aus. Zum "kleinen Maßnahmenpaket", das den Sozialdemokraten vorschwebt, zählt auch eine "unbürokratische Hilfe bei einer Sanierung". Marc Köhler: "Krähenwinkel verfügt über viele sehr schöne Einfamilienhausgrundstücke, die als solches ideal für Familien sind. Die meisten Häuser stammen jedoch aus den 50er, 60er und 70er Jahren und sind energetisch nur mit sehr hohem Aufwand zu sanieren."
Was die Zukunft der Schule angeht, so stellt Köhler eine ganz klare These auf: "Ohne Kinder keine Schule". Der Bestand der Schule hänge natürlich auch von der Attraktivität des Ortes und der daraus resultierenden Zahl der jungen Familien mit Kindern, die nach Krähenwinkel ziehen, ab. Die Schule selbst, die jetzt schon sehr gut sei, könne natürlich auch ihren Teil dazu beitragen, würde ihre Chancen nach Auffassung Köhlers als Ganztagsschule steigern.