Ein konstruktiver Auftakt

Lokale Arbeitsgruppe Mitte tagte in Sachen ISEK zum ersten Mal

Langenhagen. Die Stadt Langenhagen schreibt das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) fort und hatte zur lokalen Arbeitsgruppe Mitte eingeladen. Das Angebot, sich zu beteiligen, hatten 15 Personen genutzt. Sie diskutierten jetzt in der Paula der Hermann-Löns-Schule auch über erste Zielsetzungen.
„Die Gespräche waren gut und intensiv, vielleicht auch gerade deshalb, weil die Runde kleiner als erwartet war“, berichtet Stadtbaurat Carsten Hettwer im Nachgang. „Nach diesem konstruktiven Auftakt bin ich zuversichtlich, dass wir auch in den anderen lokalen Arbeitsgruppen viele Anregungen bekommen werden.“
Zu Beginn der etwa zweieinhalbstündigen Veranstaltung erläuterte Christina Kuczyk vom moderierenden Büro Ackers Partner Städtebau den Anlass und das Ziel der ISEK-Fortschreibung. „Die Wohnbaulandausweisung bis 2025 erfolgte vor dem Hintergrund, dass Langenhagens Bevölkerung stagniert und die öffentliche Infrastruktur für 51.000 Einwohner nachhaltig ausgelastet und ausreichend ist“, erklärt Carolin Ottensmeyer, Leiterin der Abteilung Geoinformationen, im Nachgang an die Veranstaltung. Auf dieser Annahme basiert das ISEK aus dem Jahr 2011. Doch die Stadt entwickelte sich entgegen der damaligen Prognosen. Mittlerweile leben mehr als 55.000 Menschen in Langenhagen.
„Alle kurzfristigen und sehr viele der mittelfristigen Wohnbauflächenpotentiale sind aufgebraucht. Aufgrund der Zuzüge bedarf es mehr Kita-Plätze und Schulplätze, als seinerzeit angenommen“, hebt Hettwer vor. Diese demografischen Änderungen gilt es im Weiteren zu berücksichtigen wie den Bedarf an Entwicklungsräumen für Wirtschaftsunternehmen oder des Erhalts vorhandener Grünflächen.
Ehemaliges Grünwald-Gelände, Stadtpark, Schul- und Kita-Standorte – anhand von diesen und anderen Beispielen wurden die Teilnehmer während der Veranstaltung eingeladen, sich in die Diskussion einzubringen. „Aus der ersten Arbeitsgruppe haben wir viele Anregungen und auch einige Bedenken mitgenommen“, sagt Hettwer. „Sie werden in die weiteren Planungen einfließen.“
Die weiteren Termine:
Die lokale Arbeitsgruppe Nord (Kaltenweide, Krähenwinkel und Seestädte) trifft sich am Mittwoch, 20. Februar, um 17.30 Uhr im Niet Hus, Clara-Schumann-Straße 4 in 30855 Langenhagen.
Am Donnerstag, 28. Februar, kommt die lokale Arbeitsgruppe West (Engelbostel, Godshorn und Schulenburg) um 17.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Godshorn, Spielplatzweg 20 zusammen.
Der Workshop für die Gesamtstadt wird am Montag, 1. Juli, stattfinden. Er beginnt um 17.30 Uhr im Ratssaal im Rathaus. Die lokalen Arbeitsgemeinschaften tagen zum zweiten Mal im Herbst.