Ein Krankenhaus des Vertrauens

Ein Torte zum runden Doppelgeburtstag (von links): Manfred Krukemeyer, Marco Brunotte, Aygül Özkan, Niedersachsens AOK-Chef Jürgen Peter, Hannovers Bürgermeister Bernd Strauch und Friedhelm Fischer.Foto: O. Krebs

Tag der offenen Tür in der Paracelsus-Klinik am 9. September ab 10 Uhr

Langenhagen (ok). Es ist die Zahl 50.000, die die Stadt Langenhagen besonders mit seiner "Para", wie die Paracelsus-Klinik am Silbersee von den Bürgerinnen und Bürgern liebevoll genannt wird, gemeinsam hat. Denn: 50.000 kleine Mädchen und Jungen sind es, die seit Gründung des Krankenhauses vor 50 Jahren in Langenhagens einzigem Akut-Krankenhaus das Licht der Welt erblickt haben. Und bei 50.000 liegt auch ungefähr die Einwohnerzahl der Flughafenstadt. In diesem Jahr gibt es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleich zwei Jubiläen zu feiern: Nicht nur die Gründung des Krankenhauses am Silbersee vor einem halben Jahrhundert, sondern auch die Aufnahme in den Verbund der Paracelsus-Kliniken vor 30 Jahren. Eine lange Zeit, die sich auch in der Kliniklandschaft bemerkbar mache, so Konzernchef Manfred Krukemeyer. Das Bild von der Schwarzwaldklinik sei passé; es existiere ein knallharter Wettbewerb, in dem sich das 100-Betten-Haus mit seinen 30 Ärzten und etwas 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern behaupten könne. Gesundheitsministerin Aygül Özkan führt das unter anderem auf die "hohe Spezialisierung und Behandlungsqualität" der Paracelsus-Klinik zurück, ging auf die 1,5-Millionen-Euro-Förderung des Landes vor zwei Jahren im Zuge des Konjunkturpakets II ein. Eine Summe, die in eine Investition von zwei Millionen Euro für einen neuen OP-Saal geflossen ist. Der Langenhagener Landtagsabgeordnete Marco Brunotte (SPD) hob das Leitmotiv der Klinik "Wir sind Familie" hervor, ließ aber auch nicht unerwähnt, dass es negative Schlagzeilen rund um die Paracelsus-Klinik gegeben habe, was den Fall Mechthild Bach angehe. Die Krebsärztin, die sich im Januar vergangenen Jahres das Leben genommen hatte, war Belegärztin in der Paracelsus-Klinik; der Name des Krankenhauses im Verlauf des Prozesses wegen Sterbehilfe immer wieder mit der Medizinerin in Verbindung gebracht worden. Brunotte betonte, dass sich "aus der Krise eine Stärke" entwickelt habe, das Krankenhaus sich nach außen und in die Stadt geöffnet habe – jetzt eben nicht nur als Beleg-, sondern auch als Akutkrankenhaus, das vom Netzwerk und Verbund der 17 Paracelsuskliniken in Deutschland profitiere. Besonders habe sich die Paracelsus-Klinik am Silbersee in den vergangenen Jahren einen Namen als Wund- und Gelenkzentrum gemacht. Brunotte: "Waren es 2005 noch 49 Eingriffe in Sachen Endoprothetik, lag die Zahl 2010 schon bei 400 Operationen." In einer Zeit, wo jede sechste Klinik von Insolvenz bedroht sei, habe die Klinik in Langenhagen, die schon mit einem Innovationspreis ausgezeichnet worden ist, ihren Platz gefunden.
Bürgermeister Friedhelm Fischer ging zum Abschluss der Festreden darauf ein, dass die Paracelsus-Klinik nicht nur als Arbeitgeber ein wichtiger Bestandteil der Stadt sei, der viel Vertrauen in der Bevölkerung genieße. 6.500 Patientinnen und Patienten sind es, die jährlich in der Klinik versorgt werden.
Viele, die in der Paracelsus-Klinik wieder gesund geworden sind, werden am Sonntag sicher am Silbersee vorbeischauen. Dann besteht für alle Interessierten, die Möglichkeit, sich zwischen 10 und 18 Uhr beim Tag der offenen Tür in der Paracelsus-Klinik umzuschauen, und sich natürlich auch im eigenen Klinik--Café bei Kaffee, Kuchen und leckeren Torten zu stärken.