„Ein Leuchtturmprojekt aus Holz für Langenhagen“

KSG-Bereichsleiter Sascha Vogel (Zweiter von links) erläutert Claudia Hopfe (von links), Jessica Golatka und Rainer Fredermann die Pläne. (Foto: O. Krebs)

Rainer Fredermann besucht Stoellger und macht sich über KSG-Projekt schlau

Langenhagen (ok). Als Landtagsabgeordneter interessiert sich Rainer Fredermann (CDU) für alles, was so in seinem Wahlkreis vor sich geht. Firmenbesuche stehen genauso auf dem Programm wie interessante Projekte. Zusammen mit der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Jessica Golatka und Regionsabgeordneten Claudia Hopfe schaute er sich jetzt bei „HolzLand Stoellger“ an der Bayernstraße um und informierte sich bei der Kreissiedlung Hannover (KSG) über die neuesten Projekte. Und was er von Firmeninhaber Christian Stoellger in Godshorn hörte, wird vor allen Dingen die Wirtschaftsförderung freuen. Stoellger, seit 25 Jahren an der Bayernstraße und 15 zuvor an der Klusriede, fühlt sich in Langenhagen pudelwohl, regte aber an, für eine gute Durchmischung des Gewerbegebietes zu sorgen und nicht nur auf Speditionen zu setzen. Aber sein Familienunternehmen mit 22 Mitarbeitern fühle sich in der Flughafenstadt pudelwohl. Das Besondere am Unternehmen sei die Mischung von Einzel- und Großhandel.
Sowohl Privatkunden als auch Handwerksbetriebe kauften ihr Material bei Stoellger. Das Familienunternehmen klagt wie viele andere Betriebe auch über Nachwuchsmangel. Den Schulen macht er dabei keine Vorwürfe, da laufe alles prima. Vor allen Dingen fehle es vielen potenziellen Auszubildenden oft an Durchhaltevermögen. Dabei sei es gerade der Arbeitsplatz in einem Holzhandel mit dem Kundenkontakt, der für soziale Integration sorge.
Was sich Christian Stoellger zum Abschluss wünscht: Ein Leuchtturmprojekt aus Holz, das die „Industrievorstadt ohne Gesicht“ optisch aufpeppe. Christian Stoellger, der sich über manche Gängeleien durch EU-Richtlinien ärgert: „Das könnte Signalwirkung haben.“ Mehr Holz in der Architektur tue allen gutL; Holz sei schließlich ein Kohlendioxid-Staubsauger. Die derzeitige Holzbauquote von 26 Prozent könne durchaus noch gesteigert werden. Und Holzbau stehe für Präzision. Und wie gesagt: Diffuse Gesetzesvorgaben behinderten oft die Arbeit, Bürokratie müsse abgebaut werden.
Dann ging es weiter nach Wiesenau, wo sich Fredermann über die positiven Entwicklungen in Wiesenau, dem einstigen „Sorgenkind“, informierte. Und er stellte fest, dass es in großen Schritten vorangeht, die KSG eine Menge Projekte anpackt. Die Bauarbeiten in der Freiligrathstraße, Ecke August-Bebel-Straße, schreiten voran; ein ganz besonderes Neubauprojekt umgesetzt. Unter dem Motto „Unsere Vision – Wiesenau für alle“ werden hier zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 23 Wohnungen geschaffen. Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen mit Größen von etwa 40 bis 73 Quadratmetern. Barrierearm, rollstuhlgerecht, mit einem Aufzug, Laubengänge und teilweise öffentlich gefördert. Die DRK-Sozialstation und die Tagespflege ziehen aus der Kastanienallee um. Die Fertigstellung dieses ersten Bauabschnitts ist für April 2019 terminiert. Die Planungen für einen zweiten Bauabschnitt laufen bereits. Zwei Mehrfamilienhäuser mit 34 Zwei-Zimmer-Wohnungen auf der gegenüberliegenden Seite.