Ein Meilenstein für die IGS

Wollen Zeichen setzen: Emma und Karlotta mit der Siegel-Urkunde, Schulleiter Timo Heiken und Dirk Assel als Vertreter des Netzwerks Aktion Courage sowie Pate Ossy Pfeifer und Schülerinnen und Schüler der Schülervertretung. (Foto: D. Lange)

Gesamtschule ist „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“

Langenhagen (dl). Fortan trägt auch die IGS Langenhagen, neben dem Gymnasium, das begehrte Siegel „Schule gegen Rassismus-Schule mit Courage“. Im Rahmen einer Feierstunde in der Aula des Schulzentrums wurde den Schülerinnen und Schülern der Schülervertretung, stellvertretend für die gesamte Schule, dieses besondere Siegel vom Netzwerk Aktion Courage verliehen. Auch wenn dieser Titel nicht als Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit verstanden werden will, sondern als Selbstverpflichtung in Gegenwart und Zukunft, mit dem Ziel, wachsam zu sein, rassistischen Tendenzen sowie Diskriminierungen jedweder Art jederzeit entschlossen und couragiert entgegen zu treten und damit Verantwortung zu übernehmen für das Miteinander und gesellschaftliche Klima an der Schule. Eine Selbstverpflichtung im Übrigen, die, als Voraussetzung für das Siegel, von 70 Prozent aller Schüler und Lehrer unterschrieben werden muss. Insofern ist das Siegel durchaus auch als Anerkennung für das besondere politische Engagement der Kinder und Jugendlichen in der IGS zu verstehen, die sich beispielsweise „seit Jahren bereits für den Umweltschutz engagieren, auf das Schicksal von Kindersoldaten aufmerksam machen und sich für sozial benachteiligte Kinder einsetzen“ bekräftigte Schulleiter Timo Heiken. So gesehen ist es deshalb nur folgerichtig, dass die Schülervertretung sich mit Unterstützung der Schulleitung für eine Bewerbung um das Siegel eingesetzt hat, als Statement und als äußeres Zeichen gegen jede Form von Rassismus an der Schule, aber auch außerhalb. Denn es gehört, besonders in diesen Zeiten und angesichts der Bedrohung von Rechts, Mut und. Courage dazu, Populisten die Stirn zu bieten und gegen die Ausgrenzung von Menschen aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Religion oder ihres Aussehens wegen einzutreten. Die sozialen Medien müssen an dieser Stelle mit einbezogen werden, denn diese sind es, an denen Populisten und Rassisten ihre Hasstiraden auf alles und jeden anonym und weitgehend ungehindert verbreiten können. „Mit den sozialen Medien hat im Grunde jeder ein Mikrophon in die Hand bekommen“ nennt der hannoversche Musiker und ehemalige Stadionsänger Ossy Pfeiffer das Phänomen. Pfeiffer hatte sich auf Anfrage der Schülervertretung spontan bereit erklärt, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Anca Graterol die Patenschaft für das Projekt „Schule gegen Rassismus-Schule für Courage“ an der IGS zu übernehmen. Dirk Assel als Vertreter des Netzwerks Aktion Courage übergab die Urkunde an Emma und Karlotta, den beiden Moderatorinnen des Feierstunde in der Aula und sagte: „An einem so wichtigen Lebensort wie der Schule sollen sich alle wohlfühlen können, ohne Ausnahme.“ Nicht zuletzt deswegen werde das Projekt in erster Linie von den Schülerinnen und Schülern entwickelt und realisiert.