"Ein Modell auf Freiwilligkeit"

Wohin geht der Weg bei der Schulkinderbetreuung?

Langenhagen (ok). Beschlossen ist zwar noch nichts, aber diskutiert wurde in Jugendhilfe-, Bildungs- und Kulturausschuss trotzdem schon kräftig über die Entwicklung in Sachen Schulkinderbetreuung. So soll nach Ansicht der Verwaltung eine Betreuungsquote von 65 Prozent bei den Grundschulkindern zugrunde gelegt werden – Ganztagsschulplätze für 50 Prozent der Grundschulkinder, 15 Prozent für die Hortbetreuung. Und einen Fahrplan gibt die Verwaltung auch schon vor, was die notwendigen Bauten angeht: ab 2013 Kinderbetreuungshaus in Kaltenweide für etwa 120.000 Euro und Neubau einer Kindertagesstätte in Krähenwinkel für rund 60.000 Euro, frühestens ab 2014/15 Hermann-Löns-Schule und Grundschule Godshorn, frühestens ab 2016/17 Friedrich-Ebert-Schule.
Hintergrund der Planungen ist der Entschluss der Langenhagener Politikerinnen und Politiker, alle Langenhagener Grundschulen und auch das Gymnasium in Ganztagsschulen umzuwandeln. Zurzeit besuchen 368 Kinder die Horte in Langenhagen, auf der Warteliste stehen im Moment 59 Mädchen und Jungen. Mirko Heuer (CDU) machte in der Diskussion deutlich, dass das Modell der Ganztagsschule nicht von oben angeordnet werden könne, sondern vielmehr auf Freiwilligkeit beruhe. Der Schulträger schaffe zwar die direkten Voraussetzungen, habe aber keinerlei Einfluss auf die Umsetzung. Marita Neumann vom Fachdienst Kinder und Jugend ergänzte, dass die Rahmenbedingungen stimmen und bei dem Prozess alle mitgenommen werden müssten. Pädagogische Qualität steht auch bei Werner Knabe (BBL) an erster Stelle, die Ganztagsschule sei kein Sparmodell.
Ein pragmatischer Vorschlag kam von seinem Parteikollegen Jens Mommsen, um verlässliche Zahlen zu bekommen. Es solle eine Befragung des Bedarfs bei den Langenhagener Familien mit Kindern im relevanten Alter gestartet werden.