Ein neuer Gerätewagen Sanität

Die Gesamtsumme für die zwölf Fahrzeuge liegt bei 2,64 Millionen Euro. (Foto: Johanniter)

Einsatzfähigkeit der Langenhagener Johanniter wird gestärkt

Langenhagen. Der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe hat zwölf Gerätewagen Sanität (GW-San) in den Dienst gestellt. Die Investitionssumme für die Johanniter beläuft sich auf rund 2,64 Millionen Euro. Im Nordhannoverschen Ortsverband (NOV) wird eines dieser Fahrzeuge künftig parat stehen. Damit können zukünftig Einsätze im Bevölkerungsschutz flexibler und helferschonender erledigt werden. „Dieses moderne Fahrzeug erleichtert uns Helfenden die Arbeit sehr“, sagt Sebastian Hochgräfe, Zugführer des 15. Einsatzzuges in Langenhagen.
Die zehnTonnen schweren, 7,90 Meter langen, 2,30 Meter breiten und 2,75 Meter hohen Fahrzeuge sind mit einem von den Johannitern neu entwickelten Rollcontainersystem ausgestattet. Ein schnellerer Materialtransport ist außerdem mit den neuen Fahrzeugen möglich. Zwei Einsatzkräfte reichen aus, um das Fahrzeug schnell und einfach zu entladen. Ist das Material an der Einsatzstelle abgeladen, können die Helfer das Fahrzeug für weitere logistische Transportaufgaben einsetzen und der Wagen ist im Einsatz nicht mehr ortsgebunden.
Im NOV wird das Fahrzeug im Katastrophenschutz für die Region Hannover als Kernbestandteil einer der beiden Sanitätsgruppen des Langenhagener Einsatzzuges vorgehalten. Gemeinsam mit einem weiteren Einsatzzug und Ergänzungskomponenten ist so zum Beispiel. die Einrichtung und der Betrieb eines so genannten Betreuungsplatz 500 möglich. Dies bedeutet, die Einsatzkräfte versorgen und betreuen bis zu 500 betroffene Personen nach einem Schadenereignis. Darüber hinaus ist das Fahrzeug ebenfalls bei Sanitätsdiensten einsetzbar. Die Langenhagener Ehrenamtlichen werden noch in das neue Fahrzeug eingewiesen. „Wie für jeden neuen Teil unserer Ausrüstung gilt auch für den GW-San: Fahrzeug und Material vorab in Ruhe und ausführlich kennenzulernen, macht sich ab der ersten Einsatzminute bezahlt“, so Hochgräfe.
Das neue Fahrzeugkonzept der Johanniter:

- Verlastung des Materials auf thematisch geordneten Rollwagen, die von einer Person bewegt werden können.
-Gestaltung eines Teils der Rollwagen in einer Weise, die den aus Notaufnahmen und Intensivstationen bekannten „Notfallwagen“ entspricht. Diese können aus dem Gerätewagen entnommen und als eine Einheit an einen Behandlungsplatz gestellt werden und sind quasi sofort einsatzbereit.
- Bereitstellung einer zentralen Sauerstoffversorgung, sodass alle vorgesehenen Behandlungsplätze zentral mit Sauerstoff versorgt werden können (keine Einzelflaschen am Platz).
- Zwei „Schnellauszüge“: auf der Fahrerseite einen, der es dem Fahrzeugführer ermöglicht, die zur Absicherung der Einsatzstelle erforderlichen Materialien einfach zu entnehmen, und auf der Beifahrerseite einen weiteren, der es den ersten Einsatzkräften ermöglicht, sich sofort mit notfallmedizinischem Material und Gerät auszustatten und- mit der Versorgung von Verletzten zu beginnen.
Wer den GW-San einmal in Aktion sehen möchte: Im 15. Einsatzzug sind neue Ehrenamtliche immer willkommen. „Wir freuen uns auf neue motivierte Mitglieder, die Interesse am Bevölkerungsschutz, Sanitätsdienst oder im technischen Bereich haben“, erklärt Sebastian Hochgräfe. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Informationen gibt es online unter www.johanniter.de/langenhagen.