Ein Problem mit Konflikten und Kompromissen

Politiker, Üstra- und Regiobus-Mitarbeiter sowie Verwaltungsfachleute nahmen das Stadtzentrum unter verkehrlichen Aspekten unter die Lupe. (Foto: O. Krebs)

Handelshof wird bebaut: Wo fließt der Verkehr in Zukunft?

Langenhagen (ok). Es ist ein komplexes Problem, das sich am Handelshof in Sachen Verkehrsführung stellt. Denn der zentrale Platz im Zentrum der Stadt wird neu gestaltet; es entsteht ein Büro- und Geschäftshaus mit Tiefgarage. Aber die Mobilität müsse nach Ansicht Claudia Hopfes, verkehrspolitische Expertin der CDU in der Region Hannover, auch auf lange Sicht gewährleistet sein. Sie hatte jetzt zu einem großen Ortstermin in den frühen Morgenstunden eingeladen, bei der unter anderem Politiker, Vertreter der ÜSTRA, von Regiobus und und der Stadt Langenhagen mit von der Partie waren. In Sachen Bebauung Handelshof hat es nach Auskunft des Stadtbaurates Carsten Hettwer eine Bürgerbeteiligung gegeben. Hettwer: "Der Platz soll viel Grün enthalten und zu Fuß überquert werden können." Doch was wird mit der Busspur, wenn die Station in Sachen Mobilität in einem Punkt gebündelt werden soll. Auch Umweltaspekte spielen bei der Planung eine Rolle. Welche Alternativen gibt es denn? Eine Idee ist, auf der Fahrt Richtung Stadtzentrum die Haltestelle an der Konrad-Adenauer-Straße vorzuverlegen. die Busse könnten dann schon an der Schützenstraße Richtung Haltestelle Langenhagen-Zentrum abbiegen. In der anderen Fahrtrichtung bleibt alles wie gehabt. Für die Sprintal-Linie 600, die aus Isernhagen kommt, sei diese Wegstrecke allerdings ein Umweg, der eine Fahrtzeitverlängerung nach sich ziehe. Bernhard Döhner (CDU) brachte den Neubau des Gymnasiums an der Pferderennbahn ins Gespräch. Wenn die Schule stehe, und die Verlängerung der Stadtbahn bis dorthin gehe, könne die Buslinie dort enden. Eine weitere Möglichkeit sei die Anfahrt über die Schönefelder Straße. Sie habe aber den Nachteil, dass Gleise überquert werden müssen. Das bedeute wegen der Signalanlagen wiederum Verzögerungen. Für Domenic Veltrup (CDU) ist klar, dass die Gesamtgemengelage in Betracht gezogen werden müsse. Der Neubau des Gymnasiums mit der Umverteilung des Schülerverkehrs spiele dabei ebenso eine große Rolle wie auch diem Umleitung über die Schützenstraße. Nach Ansicht Carsten Hettwers laufe an dieser Stelle der Hauptindividualverkehr in Langenhagens Stadtzentrum mit ganz unterschiedlichen Interessen. Hettwer: "Ohne Konflikte und Kompromisse funktioniert das nicht."