„Ein respektloses Verhalten“

Weiß nicht , wie es im Wahlkampf weitergehen soll: Langenhagens FDP-Chef Joachim Balk.

Nils Tilsen bleibt Spitzenkandidat der FDP

Langenhagen (ok). Er lässt sich nicht bewegen, auf seine Kandidatur für die Regionsversammlung zu verzichten, hat aber auch nicht mit so viel Gegenwind aus den Reihen der "Nordlichter" gerechnet. Nils Tilsen aus Hannover bleibt Spitzenkandidat der FDP für den Wahlkreis Langenhagen/Burgwedel/Isernhagen, Gespräche mit den drei Parteichefs Joachim Balk (Langenhagen), Isa Huelsz (Burgwedel) und Marcel Niemann (Isernhagen) – das Trio tritt nicht mehr bei der Wahl im September an – haben nicht wirklich gefruchtet und Tilsen umgestimmt.
Gegen die Kandidatur Tilsens hat Joachim Balk nichts, mehrere Bewerber seien in einer Demokratie üblich. Die Vorgehensweise des Augenarztes aus der Landeshauptstadt findet der Liberale aus Langenhagen allerdings "respektlos", gerade gegenüber dem erfahrenen und langjährigen Regionsabgeordneten Professor Herbert Hotje, gegen den er sich in einer Kampfabstimmung durchgesetzt hatte und den Mathematikprofessor und die drei Parteichefs damit quasi "abgewatscht" habe.
Dabei war Hotje zu seiner Aufstellung fast selbst wie die "Jungfrau zum Kinde" gekommen, denn im Vorfeld hatte sich der Langenhagener Stadtverband der Freidemokraten mit knapper Mehrheit für Manfred Hoppe als Kandidaten ausgesprochen. Beim Treffen der Verbände aus der nördlichen Region Hannover hatte dann allerdings wieder der Hochschullehrer die Nase vorn.
Balk wirft Tilsen vor, dass er nicht mit "offenen Karten" gespielt habe und fragt sich, ob dieser der im Moment ohnehin schon arg gebeutelten Partei mit diesem fragwürdigen Verhalten nicht einen Bärendienst erwiesen habe.
Wie der Wahlkampf mit dem akzeptierten, aber doch eher ungeliebten Kandidaten über die Bühne gehen soll, kann Balk zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht einschätzen.