Ein richtiger Familiensport

Sie hatten ausnahmslos viel Spaß bei den ersten Übungen mit dem Blasrohr (von links): Niklas und Colin Tetsch, Sven Milatz, Denise Schulz, Paul und Helge Bugs. (Foto: K. Raap)

SV Krähenwinkel stellte Blasrohrschießen als neue Sparte vor

Krähenwinkel (kr). Hoch zufrieden mit der Resonanz zeigte sich Manfred Pilgrim, Vorsitzender des Schützenvereins Krähenwinkel, am Ende des Tags der offenen Tür: „Das war ein toller Erfolg zum Auftakt der Neugründung der Sparte Blasrohrschießen. Hier haben wird es mit einer Sportart zu tun, die durchaus von der gesamten Familie betrieben werden kann.“ Zum Ausprobieren fanden sich in der Tat nicht nur Kinder und Jugendliche im Vereinsheim am Waldsee ein, sondern auch das ältere Semester. „Ich wollte mal ausprobieren ob das geeignet ist für meine Enkel“, betonte ein Großvater. Jetzt will er seine Sprösslinge möglichst schnell motivieren. Das dürfte ihm sicher leicht fallen. „Blasrohrschießen macht einfach Spaß. Ist ein äußerst preiswertes Vergnügen und kann im Keller genauso betrieben werden wie in der Garage oder im Garten“, betonte der Vereinsvorsitzende, der sich in der Region als ein Vorreiter der noch relativ jungen Sportart sieht. Ab sofort finden Trainingsabende dienstags und freitags von 19 bis 21 Uhr statt, denn letztlich soll im Verein später auch auf Wettkampfebene gekämpft werden. Der Besuch ist zu, nächst vollkommen unverbindlich.
In die Technik der Handhabung des Blasrohrs und das Regelwerk, das in Bayern bereits ausführlich ausgearbeitet wurde, führte dann Helge Bugs ein. Geschossen wird mit 1,20 bis 1,60 Meter langen Sportgeräten, mit denen die leichten Nadelpfeile aus zehn Meter Entfernung auf eine nur zehn Zentimeter große Papierscheibe befördert werden. Die technischen Daten sind abhängig vom Alter der Wettkämpfer. „Blasen oder Pusten allein reicht nicht“,erläuterte Helge Bugs die Technik, „eher soll man einen kurzen kräftigen Luftstrom ähnlich wie beim Kirschkernspucken erzeugen.“ Am Tag der offenen Tür stellte der Verein die Blasrohre zur Verfügung, die ständig frisch desinfiziert wurden. Unter den vielen Gäste auch die beiden Vorsitzenden Peter Patz von der Schützengesellschaft Langenhagen und Eckart Ferkau vom Schützenverein Brink und weitere Vertreter aus Vereinen der Region. Aus Krähenwinkel kamen unter anderem auch Michael Hannemann mit einer größeren Abordnung des Vereins „Likedeeler“ sowie der stellvertretende Ortsbürgermeister Hannes Milatz mit Sohn und zwei Enkeln. Für das leibliche Wohl war mit Bratwurst vom Grill und kalten Getränken zu Nostalgiepreisen bestens gesorgt.