Ein Szenario, das in aller Munde ist

Haben sich intensiv mit dem Klimawandel auseinandergesetzt: Marion Müller-Sack, Hanna Willig, Spax, Thore Krebs, Mirko Seel, Hilke Hollmann und Nils Müller. (Foto: O. Krebs)

IGS-Schüler werden für komplexes Klimaschutz-Hörspiel-Projekt ausgezeichnet

Langenhagen (ok). Wir schreiben das Jahr 2080; der Klimawandel hat die Welt immer mehr zerstört. Der Meeresspiegel ist durch das Schmelzen der Polkappen stark gestiegen, die Stadt Hamburg fast untergegangen. In der Unterwasserstadt Grubmah haben die Menschen hinter Mauern Zuflucht gefunden – hinter Doppel- bis Dreifachverglasung, mit Tunneln und einer autarken Nahrungsmittelversorgung. Ein Szenario, das Schüler der damaligen elften Klasse an der IGS Langenhagen vor gut zwei Jahren in einem Hörspiel mit selbst geschriebenen Kapiteln umgesetzt haben. Ein Hörspiel, das bewusst polarisieren soll, das Thema Klimawandel ist ja sogar noch mehr als vor zwei Jahren in aller Munde. Das Klimaschutzprojekt hatte der Rapper Rafael „SPAX“ Szulc-Vollmann initiiert. Die Klimaschutzleitlinie der Region Hannover förderte das Projekt über die Leuchtturmrichtlinie als regional bedeutsames Klimaschutzvorhaben. Fünf Schulen in der Region Hannover waren am Start, insgesamt fünf Folgen sind. Sie sind dann auf You tube unter dem Stichwort „Die Zeit davor, die Zeit danach“ zu finden. Dort läuft auch noch eine Dokumentation und ein langer Film. Unter www.klimaschutzprojekt.blog sind als Schulen mit ihren Erfahrungen untereinander vernetzt. Die Schüler haben nicht nur die komplexen Zusamenhänge kennen gelernt, sondern auch, dass die Politik großen Einfluss auf Entscheidungen habe.  „Die Schüler haben viel über sich selbst und die Auswirkungen der Menschen auf die Natur gelernt“, sagte Spax damals. Dieses nachhaltige Projekt sollte im März 2020 angemessen im großen Rahmen von Regionspräsident Hauke Jagau gewürdigt werden. Aber dann kam Corona, und alle Pläne mussten über den Haufen geworfen werden. Aber aufgeschoben, wenn auch zwangsweise, ist ja nicht aufgehoben. Und kurz bevor die damaligen Protagonisten aus der Schule ins "richtige" Leben entlassen werden, hat SPAX eine so genannte Alu-Dibond-Platte als Würdigung und Dank für die Schüler mitgebracht. "Wir werden sie im Foyer der Aula als Erinnerung anbringen", verspricht Jahrgangsleiterin Marion Müller-Sack.