Ein tolles Neujahrskonzert

Bestens gelaunt: Ernst Müller (links) und Harald Sandmann als musikalische Leiter beim traditionellen Neujahrskonzert. Foto:K.Raap  (Foto: K. Raap)

Ernst Müller und Harald Sandmann teilten sich die Leitung

Langenhagen (kr). Ein rundum tolles Neujahrskonzert mit dem schwungvoll aufspielenden „Hausorchester des Prinzen von Hannover“ ging jetzt in der Emmauskirche über die Bühne. Die musikalische Leitung teilte sich Ernst Müller, der bekanntlich kürzer treten will, erneut mit Harald Sandmann, Chef des Blasorchesters der Stadt Langenhagen. Für diese Veranstaltung hatte Ernst Müller wieder ein echtes Kontrastprogramm zusammengestellt. Zu hören unter anderem das „Ave Maria“ von Charles Gounod, der in diesem Stück eine Komposition von Johann Sebastian Bach aus dem „Wohltemperierten Klavier“ verarbeitet hatte. Nicht fehlen durfte der berühmte „Radetzkymarsch“, einzig wirklich großer Wurf von Johannn Strauß Vater. Ähnlich erging es Richard Eilenberg, der sich mit seiner berühmten „Petersburger Schlittenfahrt“ ein Denkmal setzte. Ein Highlight natürlich die „Glenn Miller Parade“. Als zweifacher Solist erntete Altsaxofonist Martin Williams Riesenbeifall mit seinen „Rundgängen“ durchs Publikum. Mit seiner Eigenkomposition „Langenhagener Schützengruß“, den er der Schützen-Gemeinschaft gewidmet hat, erntete Müller für diese Uraufführung nicht nur viel Lob von Oberschützenmeister Michael Freiberg, der in seinem Grußwort an die jahrzehntelange überaus positive Zusammenarbeit erinnerte. Mit „Wiener Walzermelodien“, „Bert Kaempferts „Dankeschön“, dem Medley aus “My fair Lady“, den Melodien aus Lehars „Die lustige Witwe“ und dem flotten „Classic in Beat“ setzten Ernst Müller und Harald Sandmann weitere Akzente. Eine kleine Überraschung war das 1895 komponierte Lied „Brüder zur Sonne zu Freiheit“, das aus der russischen Arbeiterbewegung stammt. Der deutsche Komponist und Dirigent Hermann Scherchen hatte dazu 1918 deutschsprachige Zeilen getextet.
Der bestens aufgelegte Moderator Detlef Leonenko hatte zum Auftakt die Gäste, unter ihnen auch Pastorin Sabine Behrens und Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg, im „Wohnzimmer Ernst Müllers“ begrüßt, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Emmauskirche wohnt. Dort hatten sich Ernst und Marlies Müller 1964 auch das Jawort gegeben.