Ein Verjüngungsprozess von innen heraus

Redaktionsbesuch beim Langenhagener ECHO: Stephan Weil (von links), Bürgermeisterkandidatin Afra Gamoori, Martin Schulz, ECHO-Verlagsleiter Thorsten Schirmer und Steffen Krach, Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten. (Foto: O. Krebs)

Ministerpräsident Stephan Weil und Martin Schulz, Ex-Präsident des Europaparlaments, mit SPD-Kandidaten beim ECHO

Langenhagen (ok). Führungsqualitäten als Bürgermeisterkandidatin seien keine Frage des Alters, sondern der Herangehensweise. "Wichtig sind der Blick für gute Mitarbeiter, andere Menschen für seine Vorstellungen motivieren und nach außen kommunizieren", sagte Ministerpräsident Stephan Weil beim Redaktionsbesuch des Langenhagener EChO. Weil war zusammen mit Martin Schulz, dem ehemaligen Präsidenten des Europaparlaments, Bürgermeisterkandidatin Afra Gammori, Steffen Krach, Kandidat um das Amt des Regionspräsidenten, und Tim Julian Wook, dem Vorsitzenden des Langenhagener SPD-Ortsvereins, in die Geschäftsstelle im CCL gekommen. Afra Gamoori bringe diese Erfahrung mit. "Und vor allen Dingen verkörpert sie nicht den Typus, der schon im Rathaus drin ist", ergänzte Martin Schulz, der selbst schon mit 31 Jahren das Amt des Bürgermeisters angetreten hat. Afra Gamoori werde dort ein neues Lebensgefühl hineinbringen. Überhaupt gebe es in der SPD einen Verjüngungsprozess, der von innen heraus eingesetzt habe. Und Weil betonte, dass dieser Erneuerungsprozess durchaus nicht auf Grund von Verzweiflung entstanden sei, denn die Umfragewerte sprächen ja eine andere Sprache. Im Redaktionsgespräch wurde auch deutlich, dass die Region gerade in der Pandemie an Bedeutung gewonnen habe, Und auch Regionspräsident Hauke Jagau sei mehr in die Köpfe gekommen. Das will natürlich auch Steffen Krach, der sich als Nachfolgekandidat Jagaus bewirbt. In Sachen Corona macht sich Krach schon seit Monaten für ein Nachsorgezentrum für Covid-Langzeitfolgen stark une wundert sich, dass in dieser Richtung bislang noch nichts auf den Weg gebracht worden sei. Die Voraussetzungen seien in der Region Hannover mit der MHH und dem Klinikum Region Hannover jedernfalls ideal.
Was das Thema Schule angeht, so ist Stephan Weil der Auffassung, dass Luftfilter sicher nicht das Allheilmittel seien. Vielmehr gehe es darum, ein vernüfntiges Konzept mit Stoßlüften, Testen, Hygienemaßnahmen, Maskenpflicht und durchaus auch Impfen umzusetzen, Weil: "Wir ,müssen, dass Schulen zu Hot Spots werden und Schulschließungen verhindern.Digitalunterricht ersetze keineswegs die Präsenzpflicht. Aber trotzdem müsse ein Digitalpakt für ganz Langenhagen entwickelt werden, so Afra Gamoori. Sie werde ihn umsetzen, wenn sie Bürgermeisterin wird. Dann werden es technischen Support an jeder Schule geben. Sachmittel könnten aus dem Digitalpakt fließen, der bislang in der Flughafenstadt noch nicht abgerufen worden sei. Keine Frage: Die SPD sieht sich im Aufwind. Nach Auffassung von Martin Schulz, der zum 1. April 1978 ursprünglich seinen Wehrdienst in Langenhagen antreten sollte,  kann der nächste Bundeskanzler nur Olaf Scholz heißen. Und zwar aus dem Grunde, weil er als Einziger den Eindruck vermittle, krisenfest zu sein. Eine Eigenschaft, die auch Afra Gamoori und Steffen Krach in schwierigen Zeiten vermitteln wollen.