Ein Versöhnungsfest gefeiert

Zwei Erstkommunionfeiern in Langenhagen

Langenhagen. Am nächsten Sonntag, 12. Mai, finden die ersten beiden Erstkommunionfeiern in der Liebfrauenkirche statt. Zwei Wochen später, am 26. Mai, folgt die Feier in der Zwölf-Apostel-Kirche. Insgesamt haben sich fast 50 Kinder in den vergangenen Monaten in sieben Kleingruppen mit insgesamt 15 Katechetinnen und Katecheten auf die Erstkommunion vorbereitet. Höhepunkt war das erlebnisreiche Wochenende in der Jugendherberge am Steinhuder Meer vor gut einer Woche. Im Mittelpunkt stand das Gleichnis vom barmherzigen Vater. Die Kinder erlebten, wie der jüngere Sohn von zu Hause aufbricht, in der Fremde in Saus und Braus lebt und schließlich in Not und Elend landet. Symbolisiert wurde dies mit Steinen, die die Kommunionkinder in ein schwarzes Haus legten, welches dem hellen Vaterhaus gegenüberstand. Natürlich erlebten sie auch das Happy End der Erzählung. Der Sohn findet zurück zu seinem Vater, indem er zu seinen Fehlern steht und diese bekennt. Dadurch befreit er sich von der Last der Schuld, die ihn niederdrückt wie ein Haufen Steine. So wurden diese Symbole der Schuld wieder aus dem schwarzen Haus entfernt und in einem Korb gesammelt. Bei der Erstbeichte kamen die Steine dann erneut zum Einsatz. Die Kinder erlebten, dass es auch in ihrem eigenen Leben „Steine“ gibt, die sie bedrücken und niederdrücken. In der Beichte befreiten sie sich davon, ließen ihren Stein im Beichtraum zurück. So wurde freudig in der Disco ein Versöhnungsfest gefeiert. Auch der Spaß kam an diesem Wochenende nicht zu kurz: So freuten sich die Kinder über eine spannende Nachtwanderung, hatten viel Action beim sogenannten Chaosspiel quer durch die ganze Jugendherberge, gestalteten Windlichter und das Altartuch für den Gottesdienst und kamen gerne zu den stimmungsvollen Morgen- und Abendrunden mit Spiel, Gesang und Gebet zusammen.
Am Sonntag zelebrierte Pfarrer Hans-Günter Sorge abschließend eine fröhliche und feierliche Messe. Die vier mitgereisten Jugendlichen, die schon bei den Freizeitaktivitäten kräftig unterstützten, begleiteten auf ihren Instrumenten die Gottesdienstlieder. Redlich geschafft, aber mit sehr guter Stimmung, ging es dann für alle wieder nach Hause.