Ein Vorbild pflegt bei Phoenix

Mohamad Akel mit Praxisanleiterin Manuela Günsche.

Mohamad Akel kam 2015 aus Syrien und ist jetzt examinierter Pfleger

Langenhagen. Chefin Ulla Rust und Praxisanleiterin Manuela Günsche sind sichtlich erleichtert, als sie die gute Nachricht bekommen. Der Auszubildende Mohamad Akel hat es geschafft. Er ist jetzt examinierter Altenpfleger. Der gebürtige Syrer kam 2015 mit seinem Bruder nach Deutschland. 2017 begannen die beiden eine Ausbildung zum Altenpfleger. In dem Unternehmen fühlte sich Mohamad nicht so richtig wohl und bewarb sich im August 2020 aktiv beim Phoenix Pflegedienst. Ein Volltreffer für beide Parteien, denn der wachsende Pflegedienst braucht engagierte und zuverlässige Mitarbeiter. Außerdem bringt der 27-Jährige wichtige Eigenschaften mit für diesen harten, aber extrem wichtigen Beruf. Seine Praxisanleiterin hört und sieht viel Gutes bei ihrem Schützling. „Er ist immer höflich und emphatisch. Ebenso besitzt er das nötige Fingerspitzengefühl, auch in Ausnahmesituationen stets die nötige Ruhe auszustrahlen“, berichtet Manuela über Akel. Vor allem bei der Integration und der Sprache hat der Beruf sehr geholfen. „Die älteren Patienten hatten viel Geduld mit mir und meiner Sprache. Dafür bin ich auch dankbar“, erzählt Mohamad über seine anfängliche Sprachbarriere. Auch der Fakt, dass Akel schon als Kind bei der Pflege seiner Großeltern helfen musste, erleichterte ihm den Einstieg. „Ich bin gerne in der Pflege und bin froh, dass ich jetzt meinen Abschluss geschafft habe“, freut sich der examinierte Altenpfleger.
Auch seine Chefin ist voll des Lobes über den jungen Mitarbeiter. „Wir sind froh, dass wir ihn übernommen haben, denn er macht eine super Arbeit.“ Der Winter war auch nicht leicht für ihn, denn er besitzt keinen Führerschein und musste somit alle Wege mit dem Fahrrad fahren. Doch auch das hielt Akel nicht davon ab seinen Job vorbildlich zu erledigen. Sein Einsatz und seine Zuverlässigkeit wurden schnell belohnt. So bekam er schon früh verantwortungsvollere Aufgaben. Das zeugt von Qualität und Vertrauen in seine Arbeit. Niemand verliert ein schlechtes Wort über den 27-Jährigen beim Phoenix Pflegedienst.
Der Pflegedienst mit Sitz in Langenhagen wurde im Juni 2017 gegründet. Damals starteten sie mit fünf Mitarbeitern, drei davon examinierte Pfleger. Eine von den drei Pflegern ist inzwischen Praxisanleiterin, Manuela Günsche. Sie bildet junge Auszubildende wie Akel aus, damit die Arbeit beim Phoenix Pflegedienst auch weiterhin hochwertig bleibt. Dennoch war der Start nicht leicht, vor allem in den ersten Jahren war ein sehr großer Aufwand gefragt, um sich als Unternehmen einen Namen zu machen. Inzwischen ist der Pflegedienst etabliert und wächst. Im Februar wurde ein anderer Pflegedienst von Phoenix übernommen. Doch das Wichtigste ist die Qualität der Arbeit. „Wir müssen bei jedem Patienten mit der nötigen Fürsorge und Fingerspitzengefühl dabei sein. Das ist unser Anspruch“, so fasst es Ulla Rust zusammen.
Der Phoenix Pflegedienst ist außerdem sozial engagiert. Soziale Projekte laufen nebenbei und sind eher Herzensangelegenheiten. So wird der Eistanz in Mellendorf inzwischen von Phoenix unterstützt. In der Vergangenheit wurden Trikots einer G-Jugendmannschaft in Langenhagen gesponsert und als 2019 der Kindergarten in Mellendorf ausgebrannt war, wurden ebenso Erlöse und Sachspenden geleistet.