Ein Weltreich vor dem Aus?

Dieter Jährling nimmt die zunehmende Bedeutungslosigkeit der USA unter die Lupe.

Weltpolitische Betrachtungen herausgegeben von einem Langenhagener

Langenhagen. „Ein Weltreich vor dem Aus?“ lautet der Titel eines neu erschienenen Sachbuchs von Bill Counter, das von Dieter Jaehrling aus Langenhagen herausgegeben wurde. Das Buch reflektiert über den Trend, dass die USA politisch und wirtschaftlich mehr und mehr an Bedeutung verliert. Der Verlust von weltpolitischem Einfluss wird nach Überzeugung des Autors verbunden sein mit weitaus stärkeren innenpolitischen Auseinandersetzungen und Schwierigkeiten, als sie bisher sichtbar sind. In den USA geht die Schere zwischen Arm und Reich jetzt schon gewaltig auseinander, und dies verstärkt sich von Jahr zu Jahr. Die USA – so die Meinung von Bill Counter – werden zwar noch lange ein Land sein, das für Importeure interessant bleibt; auch dies wird sich aber verändern. Es geht in dem Buch um eine nüchterne und schonungslose Analyse der Situation, die aber auch gut lesbar dargestellt wird. Diese Entwicklung Amerikas ist auch für unsere Wirtschaft eine Gefahr, wenn man sich nicht rechtzeitig darauf einstellt. Dies konnte man gut an der Katastrophe sehen, die der Zusammenbruch der Lehman Brothers ausgelöst hat. Bill Counter will auf diese Gefahr aufmerksam machen, um frühzeitig zu erkennen, ob und wie sie davon betroffen sein werden. Der Langenhagener Dieter Jaehrling, ehemaliger Personalmanager bei einem großen deutschen Automobilhersteller, sagt zu seiner Motivation als Herausgeber: „Ich habe das Buch herausgegeben, weil ich die Thematik für uns ebenfalls als sehr wichtig erachte, schließlich bedroht uns diese Situation mindestens genauso stark wie die jetzige Euro-Krise. Ich fand es auch richtig, dass die innere Krise Amerikas hier endlich auch wahrgenommen wird, damit wir uns damit befassen und vielleicht sogar darauf einstellen können. Das Buch ist im Wagner Verlag, Gelnhausen, erschienen und kostet 19,80 Euro (ISBN 978-3-86279-208-5).