Ein Zuhause für 24 Flüchtlinge

Inspizieren die neuen Räume schon mal vorab (von links): Sozialarbeiterin Doris Lange, Stadtbaurat Carsten Hettwer und Bürgermeister Mirko Heuer.

368 Asylsuchende seit Januar 2013 – Akzeptanz in der Stadt ist groß

Langenhagen (ok). 368 und 246 – zwei Zahlen, die im Zusammenhang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern in der Flughafenstadt eine große Rolle spielen. Zur Erläuterung: 368 Frauen, Männer und Kinder sind seit Januar 2013 in Langenhagen angekommen; 246 müssen zurzeit noch aufgenommen. "Eine Zahl, die sich aber ständig ändern kann", sagt Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch beim Ortstermin in der Hans-Böckler-Straße. 19 Objekte hat die Stadt nach Auskunft von Bürgermeister Mirko Heuer mittlerweile angemietet oder auch gekauft. Im Spätsommer sollen die ersten Container an der Osterriedestraße stehen, wenn die Lieferung sich nicht noch verzögert. "Sechs bis acht Wochen sind geplant", sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. Doch zurück zur Hans-Böckler-Straße: 24 Asylsuchende – überwiegend Familien und alleinstehende Frauen – ziehen jetzt so nach und nach ein. Die Sozialarbeiterin Doris Lange freut sich darüber, dass die Akzeptanz in der Langenhagener Bevölkerung so groß ist. "Es hat noch keine massiven Proteste gegeben, nur Unterstützung und Offenheit." Seit Mai sind die zehn Räume des ehemaligen Gewerbebetriebes von Fremdfirmen und eigenen städtischen Mitarbeitern umgebaut worden. Über eine mögliche Nachnutzung, die bei der derzeitigen Flüchtlingswelle allerdings noch in den Sternen steht, macht sich Stadtbaurat Carsten Hettwer keine Gedanken: "In dieser Lage finden wir auf jeden Fall etwas." Solange es geht, will die Stadtverwaltung an der dezentralen Unterbringung festhalten. Ein Problem sei allerdings, dass einige der Wohnungen und Häuser nur befristet zur Verfügung stünden. Die nächsten Wohneinheiten, die bezogen werden, sind in der Hackethalstraße, wo 20 Hilfesuchende ein vorübergehendes Zuhause auf etwa 300 Quadratmetern finden. Und auch das Rohdehaus wird für zehn Asylbewerber zur Notunterkunft. Die Stadtverwaltung sucht nach wie vor händeringend Unterkünfte. Wer helfen kann, melde sich bitte unter doris.lange@langenhagen.de oder unter (0511) 73 07-93 27.