Eindeutiges Votum für den neuen Vorstand

Neuer Vorstand bereit für künftige Aufgaben (von links): 1. Vorsitzender Jürgen Miethe, Schatzmeisterin Gudrun Sellmann, Schriftführer Peter Mesecke und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Herms Biercamp und Tim Bannier. Foto: K. Raap

Jahreshauptversammlung des Bürger- und Heimatvereins

Langenhagen (kr). Die Existenz des 1957 gegründeten Bürger- und Heimatvereins Langenhagen scheint gesichert: Mit klarer Mehrheit, ohne Gegenstimmen und nur einigen wenigen Enthaltungen, wurde jetzt auf der Jahreshauptversammlung für die nächsten drei Jahre ein neuer Vorstand gewählt. Vom alten Gremium hatte sich nur die Schatzmeisterin bereit erklärt, weiterhin mitzuarbeiten. Die vier neuen Vorstandmitglieder, die bereits im Vorfeld ihre Bereitschaft für eine Kandidatur zugesichert hatten, waren dann erfreulicherweise auch ausnahmslos angetreten. In den geschäftsführenden Vorstand wurden als 1. Vorsitzender Jürgen Miethe gewählt, Schatzmeisterin blieb Gudrun Sellmann. Der neue Schriftführer heißt Peter Mesecke. Dem erweiterten Vorstand gehören jetzt Herms Biercamp als 1. und Tim Bannier als 2. stellvertretender Vorsitzender an. „Ich brenne darauf, den Verein zu führen“, betonte Miethe auf der Jahreshauptversammlung. Er versicherte, bewährte Veranstaltungen wie Fahrten, Vorträge und Feiern auch weiterhin durchzuführen. Neu belebt werden soll auch das Hägermahl im Jägerhof. Wesentlich intensivieren, unterstrich der Computer-Fachmann, wolle er die Mitgliederinformation und Werbung mittels einer neuen Homepage im Internet aber auch ganz konventionell unter anderem mit Info-Ständen im CCL. Auch den ursprünglichen Vereinszweck, Politik und Verwaltung auf die Finger zu schauen, will er verstärkt auf die Agenda setzen, beispielsweise auch mit Besuchen von Ratssitzungen. Um das Thema Öffentlichkeitsarbeit, verbunden mit unterschiedlichsten Veranstaltungen, will sich auch Herms Biercamp kümmern. Dazu gehörten auch gute Pressearbeit und die Suche nach Sponsoren. Tim Bannier, Student der Politik- und Verwaltungswissenschaft fühlt sich zuständig für die Verjüngung des Vereins und will dabei auch das Thema Facebook einbeziehen. Die Vorstandsmitglieder sind sich einig, weiterhin ein Schwergewicht der Arbeit gemäß der Mitgliedschaft im Heimatbund Niedersachsen zu realisieren. Ein Dankeschön an diesem Abend galt Schriftführerin Gerda Negraßus, die nach vieljährigem Engagement im Vorstand ihr Ehrenamt aufgab und zum letzten Mal eine Jahreshauptversammlung leitete sowie Thomas Gosewisch für dessen Wirken als 1. Vorsitzender.
Mehr als ungewöhnlich erscheint dem Langenhagener ECHO die gültige Satzung des Bürger- und Heimatvereins und fragte den neuen Vorsitzenden Jürgen Miethe nach dessen Einschätzung. In der Satzung heißt es unter anderem: „Der geschäftsführende Vorstand im Sinne des Paragraph 26 BGB obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Er vertritt den Verein auch gerichtlich und außergerichtlich. Er ist beschlussfähig, wenn die Hälfte der Vorstandsmitglieder (mindestens zwei) im Sinne des Paragraphen 26 anwesend ist.“ Diese Formulierung ist üblich und vollkommen korrekt. Unüblich ist allerdings, dass dem Vorstand kein 2. Vorsitzender angehört, wie es eigentlich in allen eingetragenen Vereinen selbstverständlich ist. Im Bürger- und Heimatverein Langenhagen müsste deshalb die Schatzmeisterin als offizielle Vertretung des Vorsitzenden gelten, denn die die beiden jetzt neu gewählten stellvertretenden Vorsitzenden gehören nicht dem geschäftsführenden, sondern nur dem erweiterten Vorstand an. Dabei hat es sich in geschäftsführenden Vereinsvorständen auch bewährt, dass der 1. vom 2. Vorsitzenden nicht nur bei seiner Abwesenheit vertreten wird. Bei einer geschickten Aufgabenverteilung bilden die beiden das wichtigste Team im Verein. Vorsitzender Miethe räumte ein, dass es wohl ein Fehler gewesen sei, die alten Strukturen des Vereins beizubehalten. Auch er halte einen 2. Vorsitzenden für unerlässlich. Die Satzung des Vereins sollte spätestens auf der nächsten Jahreshauptversammlung entsprechend geändert werden. Die jetzige Regelung könne nur eine Übergangslösung sein.