Eine Art "organisierte Nachbarschaftshilfe"

Fixierten die Vereinbarungen schriftlich: Christian Sundermann (links) und Wilhelm Zabel.Foto: O. Krebs

„Dia-Dem“ in ein Vertragswerk gegossen

Langenhagen (ok). Das Projekt Dia-Dem läuft seit etwa sechs Jahren erfolgreich in Langenhagen, ehrenamtliche Diakoniehelferinnen kümmern sich um an Demenz Erkrankte. Träger sind auf der einen Seite „Bethel im Norden“, auf der anderen Seite der Verein „Gemeinsam leben in Langenhagen“. Bisher galt ausschließlich „das gesprochene Wort", wie es Wilhelm Zabel, Vorstandsvorsitzender von „Gemeinsam leben in Langenhagen“ formulierte. Jetzt sind die Vereinbarungen in ein Vertragswerk gegossen worden; die Planungen sollen weiter Bestand haben und sind damit zementiert worden. Zurzeit kümmern sich 13 Betreuerinnen und Betreuer um insgesamt 20 Familien, betreuen sie zu Hause oder in der Einrichtung am Söseweg 5. „Einmal in der Woche bieten wir ein niedrigschwelliges Angebot an“, sagt Pastor Christian Sundermann, Geschäftsführer von „Bethel im Norden“. Durch die komptente Betreuung mithilfe einer hauptamtlichen und vieler ehrenamtlichen Kräften sowie durch klare Strukturen könne die Demenz zumindest verlangsamt werden. Biographiearbeit spiele eine ganz große Rolle, deshalb ist „Dia-Dem“ auch dankbar über Spenden wie alte, gut erhaltene Nähmaschinen oder Kaffeemühlen. Im Boot sind bei dem Projekt auch die Langenhagener Kirchengemeinden, die Kontakte sollen in Zukunft noch intensiviert werden. Und letztendlich steht hinter dem Ganzen, dass die Angehörigen der Demenzkranken unterstützt und entlastet werden.
Für den Pastor im Ruhestand Hellmuth Scholz, quasi der „Vater von Dia-Dem“ in Langenhagen ist es einfach ein Art „organisierte Nachbarschaftshilfe mit festen Ansprechpartnern. Nachbarschaftshilfe, wie es sie bei den heutigen gesellschaftlichen Strukturen nicht gebe.