Eine Million Euro ins Visier genommen

Engagieren sich für die gute Sache (von links): Bürgermeister Friedhelm Fischer, Eva Padberg, Organisator Rainer Lohse und Schulleiter Wolfgang Kuschel.Fotos: O. Krebs

Unicef-Lauf: 2.000 drehten ihre Runden im strömenden Regen

Langenhagen (ok). Es schüttete wie aus Kübeln; ein Wetter, was nicht gerade zum Laufen animierte. Dass die 13. Auflage des Unicef-Laufs nicht ins Wasser fiel, lag nicht zuletzt an den rund 2.000 Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen, Grundschulen und der Kindergärten in Langenhagen. Die trotzten dem schlechten Wetter und absolvierten tapfer ihre Runden auf dem Kurs durch den Eichenpark. Denn schließlich galt es, die Grenze von einer Million Euro zu knacken. Bisher sind etwa 990.000 Euro zusammengekommen. Jeder gelaufene Kilometer, den Freunde, Verwandte und Bekannte sponserten, zählte; das Geld wird dringend für die Erweiterung einer Grundschule in Malawi benötigt. Die würden sich sicher über solch ein Regenwetter wie am gestrigen Freitag freuen, so Schulleiter Wolfgang Kuschel. Denn im Gegensatz zu unseren Breiten regnet es in Malawi natürlich äußerst selten. Kurzentschlossene Einzelläufer konnten natürlich auch noch an den Start gehen; die Startgebühr von fünf Euro ging dann ebenfalls an die Hilfsorganisation Unicef. Die hatte in diesem Jahr wieder eine prominente Botschafterin gechickt, das 32-jährige Model Eva Padberg, die als Unicef-Botschafterin im Herbst 2006 bereits nach Ruanda gereist war. Ein Engagement für die gute Sache, das der gebürtigen Thüringerin sehr am Herzen liegt, weiß sie doch, wie privilegiert wir in unserer Gesellschaft sind. Und die selbst von sich sagt, was für eine tolle Kindheit sie gehabt habe. Deshalb sei es keine Frage für sie, sich für die Mädchen und Jungen in Afrika einzusetzen, denen es nicht so gut gehe. Sie bewundere das große Engagement Freiwilliger, die viel Energie in die Projekte steckten. Die UNICEF-Botschafterin findet es klasse, dass "in die Kinder investiert wird”. Investitionen in die Bildung seien zukunftsorientiert. Besonders beeindruckend sei es, dass der Fokus sehr auf die Entwicklung der Frauen und Mädchen gelegt werde. Vor zwei Jahren sei sie schon mal beim Lauf im Europapark Rust gewesen, nach Langenhagen aber besonders gern gekommen. Denn: "Dieser Unicef-Lauf hat schließlich die längste Tradition." Eine Tradition, die hoffentlich in zwei Jahren fortgesetzt wird.