Eine Million für viele kleine Änderungen

Zwei entscheidende Kreuzungen in Langenhagen auf einen Blick: Walsroder Straße mit Bothfelder Straße (unten quer) und Konrad-Adenauer-Straße (oben rechts).

Ausbau Walsroder Straße stockt im ersten Anlauf

Langenhagen (gg). Um Langenhagens Längsachse, die Walsroder Straße, ist es nicht gut bestellt. Sowohl in Bezug auf die Fahrbahndecke als auch in Bezug auf die Geh- und Radwegebreiten gibt es im gesamten Verlauf von Kaltenweide bis zum Berliner Platz Verbesserungsbedarf. Mit Weisung des Rates hat die Stadtverwaltung Pläne dazu erarbeitet, insbesondere zum Abschnitt zwischen Bothfelder Straße und Ehlersstraße. In diesem sogenannten „Bauabschnitt vier“ mit 430 Metern Baulänge kosten die Veränderungen rund eine Million Euro. Mehr als 16.000 Kraftfahrzeuge fahren dort in 24 Stunden. Geduld ist für alle Verkehrsteilnehmer, auch Fußgänger und Radfahrer, an den Kreuzungen gefragt, denn mit der Busvorrangschaltung dehnen sich die Ampelphasen erheblich aus. „Einen optimalen Zustand kann es dort nicht geben. Dafür ist das Verkehrsaufkommen einfach zu hoch. Trotzdem können Verbesserungen realisiert werden,“ erklärte Anette Mecke, Fachdienst Verkehr und Straßen, den Mitgliedern des Verkehrsausschusses in der jüngsten Sitzung. Die waren nicht begeistert. Lutz Döpke (CDU) lehnte ab: „Die Maßnahme hat für die CDU keine Priorität.“ Passabel sei der Zustand der Fahrbahndecke, und die Geh- und Fahrradwegbreiten seien akzeptabel. Einzig die Programmierung der Ampelschaltung sei zu überarbeiten. Letztere wird sogar gerade vorgenommen, das bestätigte Anette Mecke, betonte aber auch, dass doppelte Arbeit und Geld gespart werden, wenn für die Programmierung auch Straßenausbaupläne zur Verfügung gestellt werden. Sie erklärte: „Wenn zukünftig doch Richtungsfahrspuren geändert werden, muss neu gerechnet werden.“ Zudem seien Fördermittel zu beantragen, aber erst, wenn ein Votum des Rates für die Pläne vorliegt. Durchringen wollten sich SPD und Grüne dazu vorerst nicht, das Thema wird geschoben. Maren Brandt (Grüne) kündigte an, Änderungsvorschläge zu den Bauplänen erst noch mit dem Koalitionspartner besprechen zu wollen. Weitere Diskussionen sind in der nächstem Sitzung des Verkehrsausschusses am 13. März ab 17.45 Im Ratssaal zu erwarten.