Eine neue Brücke für das Leuchtturmprojekt

Der ADFC macht sich für Radschnellweg stark: Reinhard Spörer (von links), Petra Brandt, Rudi Eifert, Adolf Klumps und Walter Euhus. (Foto: O. Krebs)

Radschnellweg soll in Langenhagen beim Radsportclub Blau-Gelb beginnen

Langenhagen (ok). Er ist zwölf Kilometer lang und verbindet die Landeshauptstadt Hannover mit Langenhagen. Der geplante Radschnellweg beginnt am Hauptbahnhof und endet am Hof Schmidt-Nordmeyer in Krähenwinkel, wo die Karl-Kellner-Straße, eine Fahrradstraße, auf die Walsroder Straße trifft. Und muss damit zwangsläufig über die Autobahn 2 führen. Aber an welcher Stelle. In Höhe des Silbersees gibt es zwar eine Brücke über die A 2, die ist nach Aussage Reinhard Spörers, Sprecher der Langenhagener Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) aber mit 2,60 Meter zu schmal. „Schnellwege müssen mindestens drei Meter breit sein, sind sie für Fahrradfahrer und Fußgänger vorgesehen sogar 4,50 Meter“, weiß Reinhard Spörer. Eine neue Brücke muss also her. Und die soll nach Auffassung Spörers auf Höhe des Geländes des RC (Radsportclub) Blau-Gelb Langenhagen an der Emil-Berliner-Straße Hannover mit Langenhagener Stadtgebiet verbinden, so werde auch der Silbersee mit möglicherweise hohem Publikumsverkehr umgangen. Weiter verläuft die Fahrradroute dann über die Erich-Ollenhauer-Straße über die Bothfelder Straße in die die Theodor-Heuss, dann in die Konrad-Adenauer-Straße und schließlich über die Walsroder Straße in die Karl-Kellner-Straße. Die Finanzierung – die Mindestlänge von zehn Kilometern ist erfüllt – übernimmt nach Angaben Spörer zu 80 Prozent das Land Niedersachsen, den Rest teilen sich Region und Kommune. Vor den ADFC ist es vorrangig, dass der Radverkehr von großen Verkehrsströmen getrennt werde. In Hannover sei das auch der Fall, der Radweg sei weit von der Hauptverkehrsader Vahrenwalder Straße entfernt. Schon 2021 soll das ambitionierte Projekt starten. In Langenhagen ist nach Auffassung Spörers schon gute Vorarbeit geleistet worden; die Radwege seien breit und deutlich von den Fußwegen getrennt. Aber: „Der zunehmende Radverkehr hat immer noch zu wenig Platz“, sagt ADFC-Mitglied Adolf Klumps. Er macht sich deshalb auch für eine Prämie für den Kauf eines E-Bikes stark. In der Langenhagener Politik gilt der Bau eines Radschnellweges als so genanntes Leuchtturmprojekt. Der ADFC ist also auch in der Corona-Zeit aktiv – am Sonntag geht das Stadtradeln los und fuhr die Sommerzeit haben die Mitglieder insgesamt sieben Radtouren in der Umgebung zwischen 15 und 53 Kilometer ausgearbeitet.