Eine Schalke-Arena in klein

Wasserball wird an der Berliner Allee zwar nicht mehr zu sehen sein, aber das Angebot eines sportlichen 25-Millionen-Projektes steht. (Foto: O. Krebs)

Investor Martin Weiß plant für 25 Millionen Euro Sportpark an der Berliner Allee

Godshorn (ok). Das Godshorner Hallenfreibad an der Berliner Allee war in heißen Sommertagen eine Pilgerstätte für Wasserratten und Sonnenanbeter. Seit fast drei Jahren läuft an dem Standort, der zusehends verrottet, allerdings nichts mehr. Nachnutzungsvorschläge gab es von Skaterpark bis Wohnbebauung schon eine Menge, eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen. Jetzt wirft ein potenzieller Investor seinen Hut in den Ring, der in der hannoverschen Szene kein Unbekannter ist. Martin Weiß – Mitbegründer des Personaldienstleisters ZAG – hat ein Herz für den Sport im Allgemeinen und für den Handball im Besonderen, unterstützt nicht nur die Recken, sondern vor allen Dingen auch seinen TuS Vinnhorst. An der Grashöfe am Kanal entsteht gerade eine neue Sporthalle für 15 Millionen Euro. Und auch im benachbarten Godshorn hat Weiß eine Menge vor, plant einen riesigen neuen Komplex auf dem Gelände des ehemaligen Hallenfreibades. „Es soll eine Schalke-Arena in klein mit Platz für rund 2.000 Zuschauer“, erläutert Weiß seine Ideen im Gespräch mit dem ECHO. Mit Dach und Kunstrasen, einer 400-Meter-Tartanbahn für Leichtathletik und einem Kunstrasen für Fußball. Auch Open-Air-Konzerte könnten dann in Godshorn über die Bühne gehen. Aber die Pläne gehen noch weiter: Auf der Südseite soll eine Schwimmhalle unter der Tribüne entstehen. Martin Weiß: „Das Schwimmbecken hat die Ausmaße zehn Mal 15 Meter mit 1,60 Meter Tiefe, ist für Reha und auch für Kinder, die Schwimmen lernen wollen.“ Über dem Schwimmbad soll eine kleine Turnhalle für Stretching und Gymnastik gebaut werden. Vorbild ist der Mettnaupark in Radolfzell am Bodensee. Auch ein Beachclub auf dem Dach ist angedacht. Martin Weiß sagt: „Der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft nimmt zu, Vereine verlieren Mitglieder. Wir müssen ein Angebot machen.“ Das Motto lautet dann wie in Mettnau: „Leben ist Bewegung, und Bewegung ist Leben.“ Der TSV Godshorn soll sogar einen Tunnel bekommen, durch den die Spieler ins Stadion gelangen können. 25 Millionen Euro wird das ambitionierte Projekt etwa kosten. Eine Ober- und Betreibergesellschaft müsse noch gegründet werden. „Jetzt sind die beiden Vereine TSV Godshorn und TuS Vinnhorst am Zug“, sagt Martin Weiß. Sie sollen ja im Wesentlichen der sportliche Nutznießer der Investition sein. Und auch mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Langenhagen hat Weiß schon Kontakt aufgenommen, sein Vorhaben erläutert.