„Eine Schule mit Freiräumen und keine Denkfabrik“

Die Absolventen des zehnten Jahrgangs an der IGS Langenhagen.

1,0: Merle Bublitz hat elf Einsen auf dem Zeugnis

Langenhagen (dl). Die Schulabschlussfeiern der IGS Langenhagen sind immer vor allem eins: sehr kreativ mit viel Musik und Theater, mitunter komisch, oft emotional und manchmal eben auch etwas chaotisch. So musste diesmal die Veranstaltung aus Platzgründen kurzfristig in den Theatersaal der Robert-Koch-Schule verlegt werden, weil sich die Aula des Schulzentrums als zu klein erwiesen hatte. Auch der Theatersaal stieß diesbezüglich schon an seine Grenzen, was die Stimmung aber keinesfalls zu trüben vermochte. Thea Höpfner, Julia Remmers und Ferhat Demir, das stets gutgelaunte Moderatorentrio des Abends, wusste den Umzug dramaturgisch geschickt in ihre Anmoderation mit einzubeziehen und so startete die Entlassungsfeier etwas verspätet mit dem passenden Musiktitel „It`s time to say Goodbye“, gespielt von der Bläserklasse der 10.5. Gespickt mit vielen kleinen Anekdoten und Geschichten ließ Wolfgang Kuschel, der Schulleiter der IGS, in seiner Abschiedsrede an die Schulabgänger die vergangenen sechs Schuljahre der Zehntklässler noch einmal Revue passieren. Kuschel wies darauf hin, dass die IGS Langenhagen ungeachtet aller Veränderungen nach wie vor eine freundliche, gewaltfreie Schule ist, die vielleicht nicht die schönste, aber dafür die größte, lebendigste und farbigste Schule in Langenhagen sei. Zudem ist Kuschel sichtlich stolz darauf, dass kein Schüler die Schule ohne Abschluss verlässt. 60 von ihnen hatten nach dem vierten Schuljahr lediglich eine Hauptschulempfehlung, aber nur neun Schüler gehen jetzt auch mit einem Hauptschulabschluss. 126 Schüler bekamen nach Jahrgang 4 nur eine Realschulempfehlung, von einer Gymnasialempfehlung keine Spur. In Wirklichkeit erreichten 78 Schüler den erweiterten Abschluss für die gymnasiale Oberstufe. Für Kuschel ist diese mangelnde Prognosesicherheit der Empfehlungen einmal mehr ein klares Plädoyer für mehr Gesamtschulen. Den besten Hauptschulabschluss hat Laura Rupp aus der 10.4 erreicht mit einem „soliden Dreierzeugnis“. Die beste Klasse ist in diesem Jahr die 10.2 mit 24 erweiterten Abschlüssen. An der Spitze der besten Zeugnisse überhaupt liegt Kim Marie von Blanckenburg aus der 10.5 mit einem Notendurchschnitt von 1,3 auf Platz 3, den zweiten Platz teilen sich Thea Höpfner aus der 10.6 sowie Denise Stoyke und Bianca Quast aus der 10.3 jeweils mit einem Schnitt von 1,1. Müssen diese drei jeweils noch eine 2 als „schlechteste“ Note in ihrem Zeugnis akzeptieren, so ist jenes von Merle Bublitz geradezu makellos: Elfmal die Note 1, das bedeutet einen Durchschnitt von 1,0. Besser geht`s einfach nicht. Mit der Zeugnisübergabe endete schließlich eine sehr bunte Abschlussfeier mit viel Musik, Erinnerungen und Theater. Für die Zehntklässler bedeutete das gleichzeitig das Ende des Schuljahres und den verdienten Beginn der Sommerferien.