Eine Schulleitung mit viel Humor

Amrum – das ist die Insel, auf die es Uschi Borkowski (rechts) immer wieder zieht. (Foto: O. Krebs)

Uschi Borkowski bricht nach ihrer Verabschiedung zu neuen Ufern auf

Langenhagen (ok). Ihr Blick ging in ihrer beruflichen Laufbahn immer voraus, stets hat sich Ursula – von Kollegen und Freunden nur Uschi genannt – Borkowski Veränderungen und neuen Herausforderungen gestellt. Aber ihre Schülerinnen und Schüler standen bei Uschi Borkowski immer im Vordergrund, das ist bei ihrer Verabschiedung in den Ruhestand deutlich geworden. Sie sei ein netter und immer hilfsbereiter Mensch, der jeden Schüler individuell unterstütze, sagte der ehemalige Schülersprecher Florian. Jeden Schüler habe sie einzeln betrachtet und sich um alle gekümmert. Und: „Auch, wenn sie die Schulleitung ist, hat sie Humor“, sagte Florian und hatte damit natürlich die Lacher auf seiner Seite. Schülerfirma und Schulparadies –alles feste Einrichtungen an der Pestalozzischule, die Uschi Borkowski im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen sind. „Auf zu neuen Ufern“ war immer ihre Devise, aber was den Urlaub angeht, haben Uschi Borkowski und ihr Mann eine große Liebe: Immer wieder zieht es das Ehepaar, das seit 1974 verheiratet ist, auf die schleswig-holsteinische Nordseeinsel Amrum.
Zurück zur Schule: Was das Thema Inklusion angeht, hat Uschi Borkowski ganz pragmatisch agiert. Es helfe nichts, einen fahrenden Tanker zu stoppen. Aber sie hat immer für ihre Schule gekämpft, denn Gegenwinde seien schließlich auch Winde. Eine Schule, die sicher nicht überall die größte Lobby hat. Geht nicht, gab es bei Uschi Borkowski nie. Die gelernte Sonderpädagogin hat die Schule nach vorn gebracht, die Schule in den Jahren als Konrektorin und kommissarische Schulleiterin zusammen mit ihrem Team weiterentwickelt und für die Inklusion gearbeitet. Stets ging es ihr darum, neue Ressourcen zu entdecken. Für sie ist die Fahrt auf dem großen Schiff jetzt allerdings beendet, es zieht sie wieder zu neuen Ufern. Die gelernte Förderschullehrerin hat auch noch eine Ausbildung als Traumapädagogin und systemische Beraterin sowie Familientherapeutin abgeschlossen und wird am 1. August in die Beratungspraxis „Aufwind“ ihres Mannes Michael einsteigen. Dort wird sie sich auf Begleitung, Beratung und Coaching von Schülern, Lehrern und auch Eltern konzentrieren. An der Pestalozzischule mit dem Förderschwerpunkt Lernen geht es auf die Zielgerade – spätestens im Sommer 2022 ist dort Schluss. Anke Meyer, Karin Lüdtke und Ute Weilert-Thiel werden die Schule bis dahin gemeinsam leiten.