Eine Spur der Verwüstung hinterlassen

Die Aufräumarbeiten in der Filiale werden mehrere Tage in Anspruch nehmen. (Foto: O. Krebs)

Ganoven sprengten Geldautomat in Commerzbank-Filiale

Langenhagen (ok). "Es hat laut gerummst und wir standen senkrecht im Bett", schildert eine Anwohnerin lebhaft. Schon zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres ist die Commerzbank-Fililale an der Walsroder Straße Ziel von Einbrechern gewesen. Ist beim vorigen Mal nur eine Tür zu Bruch gegangen, haben die Diebe diesmal eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nicht nur Scheiben sind nach der Sprengung eines Geldautomaten geborsten, auch die Decke ist heruntergeikommen. "Das dauert bestimmt einige Tage, bis das wieder instadngesetzt ist", schütttelt Marktbereichsleiter Tobias Hildebrand ungläubig den Kopf. Solange bleibe die Filiale geschlossen; Kunden können nach Garbsen, Großburgwesel oder an die Vahrenwalder Straße in Hannover ausweichen. Professionell ist die Vorgehensweise aus seiner Sicht keineswegs gewesen. Und die Ganoven, die gegen 3.30 Uhr in der Nacht zu Montag den Geldautomaten gesprengt hatten, machten sich offensichtlich schnell aus dem Staub. In der Filiale lagen mehrere Zehn-Euro-Scheine auf dem Boden neben den Trümmerteilen herum. Die Polizei stellten eine Gasflasche sicher, mit der die Täter offenbar den Automaten in die Luft jagten.. Allerdings ließ er Werkzeug wie
beispielsweise eine Brechstange zurück. Bei dem Unbekannten soll es sich um einen etwa 1,80 Meter großen Mann von normaler Statur handeln. Bekleidet war er mit dunkler Jacke und Hose. Sein Gesicht wurde von einer Kapuze verdeckt. Ersten Erkenntnissen zufolge setzte er seine Flucht in einem Auto fort. Dabei könnte es sich um einen dunklen Audi oder ein Daimler gehandelt haben. Mutmaßlich hatte der Mann mindestens einen Komplizen. Dieser soll etwa 1,85 Meter groß und von kräftiger Statur sein. Er trug eine Jogginghose, dunkle Strickmütze und eine dunkle Jacke. Ein Schal oder hoher Kragen verdeckte Teile seines Gesichtes. Umgehend wurde am Montagmorgen eine großräumige Fahndung mit
mehreren Streifenwagen eingeleitet. Auch ein Polizeihubschrauber war
im Einsatz - ohne Erfolg. Mehrere Autos wurden überprüft, ohne dass sich bei den Insassen ein Tatverdacht ergab. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht weiterhin nach den Flüchtigen. Dabei prüfen die Beamten auch, ob es einen Zusammenhang zu der Sprengung eines Geldautomaten gibt, von der die Bank im Mai vergangenen Jahres  betroffen war. Zeugen, die Hinweise zu der Tat, den Gesuchten und dem Fluchtauto
geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover
unter der Telefonnummer (0511) 109 55 55 zu melden.