Eine Steckdose reicht zum „Tanken“

Allzeit gute Fahrt: Einen Blumenstrauß zum Dank gab es für Christian Beckmann (rechts) von Thorsten Dittrich, Autoverkäufer bei Ford Hentschel. (Foto: O. Krebs)

Dachdeckermeister Christian Beckmann setzt auf einen Elektro-Lieferwagen

Langenhagen (ok). Das Thema „Nachhaltigkeit“ liegt Dachdeckermeister Christian Beckmann sehr am Herzen. Der Handwerker versucht möglichst umweltschonend zu arbeiten, verwendet gern ökologische Dämmstoffe und setzt auch auf LED-Technik. Und diesen ökologischen Gedankenansatz hat der 32-Jährige jetzt auch in seinen Fuhrpark getragen und sich einen Elektro-Lieferwagen zugelegt, nachdem der alte Diesel-Firmenwagen in die Jahre gekommen war. Modell Streetscooter, wie ihn zum Beispiel auch Enercity und die Deutsche Post einsetzen. „Er ist einfach, spartanisch, mit einer großen Ladefläche. Für mich als Handwerker genau richtig“, sagt Christian Beckmann, der sich auch beim NABU Langenhagen engagiert und Nistkästen für Mehlschwalben, Mauersegler und Fledermäuse aufhängt. Und vor allen Dingen günstig, denn eine Steckdose reicht, um den Wagen wieder mit Strom zu „betanken“. Seit Jahresbeginn besitzt er das Elektro-Fahrzeug von „Ford Hentschel“, hatte vor Weihnachten bereits ein Leihmodell zum Testen. Die Reichweite liegt bei etwa 100 Kilometern. „Kein Abgas und kein Feinstaub. Ich habe in Sachen energetischer Sanierung ja auch eine Vorbildfunktion“, sagt Christian Beckmann. Die Investion wird vom Staat übrigens kräftig subventioniert und die ersten zehn Jahre ist das Autos auch steuerbefreit. Sollte er gute Erfahrungen machen, denkt Beckmann – Lehrlingswart, stellvertretender Pressewart und im Vorstand der Dachdeckerinnung – durchaus auch an ein zweites Elektrofahrzeug, das sich quasi wie ein Automatikwagen fährt. Nur: Einen so genannten „Verbrenner“ wird er wegen der größeren Reichweite immer behalten. „Aber das Elektrofahrzeug ist ideal für viele unserer Aufträge im Umkreis von 50 bis 80 Kilometern.“