„Eine tolle Gemeinschaftsaufgabe“

Die Liebigstraße wird im nächxten Jahr zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Autobahn aufwändig saniert. (Foto: O. Krebs)

Liebigstraße: Sozialer Zusammenhalt soll sich widerspiegeln

Langenhagen (ok). Inklusivität wird großgeschrieben – auch bei der Umgestaltung des nördlichen Abschnitts der Liebigstraße, die im nächsten Sommer in Angriff genommen werden soll. Die politischen Weichen sind jetzt im Verkehrs- und Feuerschutzausschuss gestellt worden. Insgesamt werden für die Sanierung des rund 140 Meter langen Straßenabschnittes 940.000 Euro im Programm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ in die Hand genommen. Nicht nur die Straße mit der Kreuzung Wilhelm-Busch-Straße wird aufgehübscht, sondern auch die Grün- und Freiflächen der Lebenshilfe Langenhagen-Wedemark. Für den barrierefreien Umbau hat die Stadt mit der KSG einen Kostenübernahmevertrag abgeschlossen. Die Lebenshilfe will den Platz für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen; es gibt einen Gestaltungsvertrag mit der Kommune. Das große Ziel des Projektes: Raum schaffen mit Aufenthaltscharakter. Für Anette Mecke, Abteilungsleiterin „Verkehr und Straßen“ eine „tolle Gemeinschaftsaufgabe, bei der Teilhabe gelebt wird.“ Wegen der Corona-Pandemie ist die Beteiligung über Fragebögen gelaufen. Die Wünsche waren vielfältig: Zeit zum Träumen, Zeit zum Spielen oder auch Zeit zum Gärtnern.
Die Aufenthaltsflächen sollen geschaffen und verbessert werden, um besonders mobilitätseingeschränkten Menschen möglichst lange das aktive und selbstbestimmte Leben im eigenen im eigenen Stadtteil zu ermöglichen. Nachhaltigkeit, Robustheit und Gestaltungsqualität sollen die Sanierung der Flächen auszeichnen. Straßen und Plätze sollen multifunktional nutzbar sein. Wohnungsnahe Freiflächen sollen von der Gemeinschaft allgemein nutzbar sein, um Orte der Begegnung zu ermöglichen. Wir als Lebenshilfe freuen uns sehr auf die 'inklusive Mitte'“, sagt Florian König, Geschäftsführer der Lebenshilfe Langenhagen-Wedemark. „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Betreuungsteam wurden im Planungsprozess beteiligt. Die Ideen sind sichtbar im Entwurf eingeflossen; die Punkte Teilhabe und Offenheit im Stadtteil sind vielfältig und gut erkennbar.“ Im Einzelnen sieht die Entwurfsplanung eine barrierefreie Fläche des gesamten Platzbereiches mit Sitzmöglichkeiten, Tischtennisplatte, Spieltischen, Rad-Trainer, Naschsträucher sowie Blumenwiese vor. Bestehende Hochbeete und Vogelhäuser wurden in die Planung aufgenommen. Die Fläche soll multifunktional nutzbar sein und vielfältige Aktivitäten sowie Angebote bieten, um miteinander in Kontakt zu kommen.
Verändern sollen sich auch Teilbereiche vor den beiden KSG-Häusern mit den Hausnummern 3 und 4. Diese Flächen sollen in den Platz integriert und barrierefrei erreichbar werden. An der Umgestaltung dieser Außenbereiche beteiligt sich die KSG mit etwa 20.000 Euro.
Die Entwurfsplanung sieht die Veränderung des insgesamt 140 Meter langen, nördlichen Straßenabschnitts sowie angrenzender Grün- und Freiflächen von 2.700 Quadratmetern vor. Städtebaufördermittel des Bundes und Landes stehen mit 415.000 Euro bereit. Dieses Vorhaben würde die Liebigstraße weiter aufwerten, nachdem bereits der Bereich am Quartiersplatz (Freitligrathstraße) sowie der Abschnitt bis zur Friedrich-Ebert-Straße erneuert wurden. „Der südliche Abschnitt bis zur Heinrich-Heine-Straße ist in Ordnung und bedarf derzeit keiner Änderung“, berichtet Anette Mecke, Leiterin der Abteilung „Verkehr und Straße“.