Eine vielfältige Zugübung

Spekatakulär schlugen die Flammen hoch.

Bereits 300 Einsätze in der Statistik der Langenhagener Ortsfeuerwerhr

Langenhagen. Beinahe 300 Einsätze stehen in der Statistik der Ortsfeuerwehr Langenhagen für das ablaufende Jahr 2018. Am Donnerstagabend kam eine weitere Alarmierung hinzu.
Auf einem Gewerbeareal an der Emil-Berliner-Straße kommt es zum Zusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen. Ein Fahrzeug begann unmittelbar zu brennen. Die Fahrerin konnten sich jedoch eigenständig retten. Das zweite Fahrzeug wurde in Folge des Unfalls auf die Laderampe einer Lagerhalle geschleudert. Der Fahrer wurde dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Durch den Rauch des in Brand geratenen Fahrzeugs wurde ferner die angrenzende Halle stark verraucht und die dort arbeitenden Mitarbeiter eingeschlossen - die rückwärtigen Notausgänge waren allesamt versperrt. Um 19.11 Uhr wurde die zuständige Ortsfeuerwehr Langenhagen zu einer unklaren Rauchentwicklung an die Emil-Berliner-Straße alarmiert. Der Besatzung des kurze Zeit später eingetroffenen Tanklöschfahrzeuges schlugen bereits meterhohe Flammen aus dem brennenden Auto entgegen. Während Einsatzleiter Christian Hasse die Schadenstelle erkundete, dämmte ein Atemschutztrupp den PKW-Brand mit einem Schnellangriff ein und so einen gefahrlosen Zugang zur Rampe schaffen, auf der der zweite verunfallte PKW stand. Letzten Endes wurde die Einsatzstelle durch Hasse in vier Einsatzabschnitte eingeteilt:
– PKW-Brand: Ein Trupp bekämpfte die Flammen.
– Rettung des eingeklemmten PKW-Fahreres: Die Besatzungen des Hilfeleistung-Tanklöschfahrzeug sowie des Rüstwagens stabilisierten den absturzgefährdeten PKW. Im Anschluss konnten Versorgungsöffnungen geschaffen und der Patient rettungsdienstlich erstversorgt werden. Nach dem Entfernen der beiden Türen mit einem hydraulischen Spreizer, konnte der Patient mit einem Spineboard schonend gerettet werden.
– Rettung der eingeschlossenen Mitarbeiter: In diesem Unterabschnitt wurde zunächst ein Zugang zum Gebäude geschaffen. Im Anschluss durchsuchten mehrere Atemschutztrupps die Lagerhalle und die anliegenden Räume und begleiteten die eingeschlossenen Mitarbeiter mit Fluchthauben ins Freie. Die Halle wurde anschließend belüftet.
– Behandlung der Verletzten: Zwei Rettungswagen der Johanniter versorgten die geretteten Patienten.
Die Übung wurde ausgearbeitet von den Zugführen Marcel Hofmann und Karsten Patz. Das Drehbuch wurde durch die beiden in der Art gestaltet, um die vielfältigen Ausbildungsinhalte zu prüfen, die in 2018 vermittelt wurden. Die Fülle an Themen führte letztlich zu einer Lage mit Anteilen der Brandbekämpfung als auch der technischen Hilfeleistung. Die Übungsziele waren nach einer Stunde erreicht. An der Übung waren 40 Einsatzkräfte beteiligt.