Einige heitere Glanzlichter

Weihnachtslieder im Rahmen des Gottesdienstes von den Kindern der Grundschule . (Foto: D. Lange)

Seit 30 Jahren kommt das Friedenslicht nach Krähenwinkel

Krähenwinkel (dl). Während anderswo die christlichen Pfadfinder das Friedenslicht in die Gemeinden bringen, wird in Krähenwinkel seit 30 Jahren ein Kind aus der Grundschule ausgewählt, um im ORF-Studio Linz in Österreich die kleine Laterne mit dem Friedenslicht direkt in Empfang zu nehmen. In diesem Jahr hatte der zerhnjährige Wen-Lung Laake das Glück, für die Aufgabe ausgewählt zu werden und man kann sagen: Wen-Lung hat die Reise, zusammen mit seinem Vater und dem Ortsbürgermeister Andreas Hartfiel, genossen und viel erlebt. Auch dank des Partnerschaftskreis Stadl-Paura, der den Aufenthalt in der Partnerstadt von Krähenwinkel alljährlich mit organisiert. Erfreulicherweise liegt Stadl-Paura in Oberösterreich nicht weit von Linz mit dem Landesstudio des Österreichischen Rundfunk (ORF), von wo aus das Licht aus der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem in die Länder Europas weitergetragen wird. In Krähenwinkel schließlich wird das Friedenslicht traditionell am Vorweihnachtsabend im Rahmen eines Gottesdienst in der Matthias-Claudius-Kirche an die Gemeinde übergeben, mit der Möglichkeit für jeden Besucher, ein eigenes Licht zu entzünden und mit nach Hause zu nehmen. Mit einer erfrischenden wie selbstbewussten Schilderung seiner Eindrücke von der Reise nach Österreich bereicherte der diesjährige Friedenslicht-Botschafter Wen-Lung den Gottesdienst um einige heitere Glanzlichter zum Schmunzeln. So habe er für die Reise zwar Schulfrei bekommen, allerdings nur für Krähenwinkel, nicht für Stadl-Paura, wo Wen-Lung an zwei Tagen für je zwei Stunden am Unterricht in der dortigen Grundschule teilnahm. Auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters der Partnerstadt in Österreich, Walter Bayer, selbst Lokführer bei der ÖBB, durfte Wen-Lung den Führerstand einer Lokomotive besichtigen. Ein überaus beeindruckendes Erlebnis für einen ZEHNjährigen. Auf die Frage, wo denn zuhause das Friedenslicht seinen Platz habe, sagte er: „In einer Ecke im Wohnzimmer, wo man es gut sieht, neben den Vögeln“. Gemeint ist damit der Käfig mit den beiden Wellensittichen.