Einige sind sogar nach Deutschland gegangen

Die nordirischen Schüler bekommen in einem Praktikum auch Einblick ins deutsche Wirtschaftsleben. (Foto: O. Krebs)

Zehn nordirische Austauschschüler noch bis Sonntag, 9. Dezember, an der IGS

Langenhagen (ok). Sie sind schon am Donnerstag mit dem Flieger aus Dublin in Berlin angekommen, haben in der deutschen Hauptstadt Eindrücke gesammelt. Eindrücke aus einer ehemals geteilten Stadt. Eine Situation, die sie aus ihrer Heimat Irland kennen, gab es in Nordirland doch auch lange Zeit zwischen Katholiken und Protestanten. Die katholische Jungenschule des St. Columb's College mit fast 1.500 Schülern kommt jetzt schon zum sechsten Mal nach Langenhagen. Inititiert hat das Ganze die nordirische Lehrerin Marion Lübbeke, die früher am Gymnasium Langenhagen unterrichtet hat und schon seit mehr als 30 Jahren in Derry lebt. Begleitet wird sie dieses Mal vom Schulassistenten Rudi Schwittay. Auf Langenhagener Seite haben Martina Jelitko und Isabel Wagemann-Steidel die Organisation übernommen. Und auf die Schüler wartet bis Sonntag ein volles Programm. Neben Unterricht stehen unter anderem Besuche der Hansestadt Hamburg und des VW-Werkes in Wolfsburg auf dem Programm. Auch der Sport kommt mit dem Fußball-Bundesligaspiel zwischen Hannover 96 und Hertha BSC Berlin nicht zu kurz Und ein dreitägiges Praktikum in Langenhagener Unternehmen, denn das Thema Beruf und Wirtschaft stellt einen Schwerpunkt des Austausches dar, der bis nächsten Sonntag, ). Dezember, dauert. „Einige Ehemalige sind sogar nach Berlin gegangen“, weiß Marion Lübbeke. Die Schüler sind übrigens alle mindestens zum zweiten Mal in Deutschland, vor drei Jahren ging es mit der Klasse ins Rheinland.
Vom 14. bis 23. März nächsten Jahres starten die deutschen Zehntklässler dann ihren Gegenbesuch auf die Insel. Eine spannende Zeit, ist doch am 17. März nicht nur der irische Nationalfeiertag, der St. Patrick's Day, sondern steht auch der Brexit unmittelbar bevor. Eine Entwicklung, der die meisten Schüler eher mit Skepsis gegenüberstehen. Aodhan sagt beispielsweise, dass er mehr Negatives als Positives sehe. Er trauere der Zeit ohne Brexit jeden Tag hinterher.