Einigkeit in einzelnen Fragen

Stellten sich den Fragen der Moderatoren Andrea Hesse (links) und Julius Richter (rechts). Die Kandidaten Andreas Eilers (von links), Mirko Heuer, Afra Gamoori, Marion Hasenkamp und Wilhelm Behrens.

Aber: Bürgermeister-Kandidaten mit unterschiedliche Gewichtung bei Diskussion

Langenhagen. Klimaschutz und Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum, Schulneubauten und -sanierungen sowie die dafür notwendigen Finanzen, die Einbindung junger Menschen in den Diskurs und in politische Entscheidungen, die Integration Geflüchteter und die Aufnahme von Menschen, die nach der Machtübernahme der Taliban aus Afghanistan fliehen mussten – die Bandbreite der Themen, mit denen sich die fünf Kandidaten für das Amt der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters in Langenhagen befassten, war groß. Die Offene Gesellschaft Langenhagen hatte zum Podiumsgespräch eingeladen und Wilhelm Behrens (Unabhängige), Andreas Eilers (WAL), Afra Gamoori (SPD), Marion Hasenkamp (Die PARTEI) und Mirko Heuer (CDU) stellten sich den Fragen von Julius Richter und Andrea Hesse, die das Gespräch moderierten. Kamran Qamar (Change Langenhagen) konnte aufgrund einer Auslandsreise nicht teilnehmen.
Mehr als 50 Interessierte waren in den Innenhof des Rathauses gekommen und folgten dem Gespräch konzentriert über anderthalb Stunden – trotz der immer wieder einsetzenden Regenschauer. Welche konkreten Sparmaßnahmen möchten Sie einleiten, um den städtischen Haushalt zu entlasten? Was wollen Sie tun, um die Ortsräte stärker am politischen Prozess zu beteiligen? Warum werden die ehrenamtlich tätigen Gruppen in der Flüchtlingsarbeit nicht besser über aktuelle Entwicklungen informiert? Diese und weitere Fragen wurden aus dem Publikum heraus ans Podium gerichtet.
Am Ende zogen die Organisatoren von der Offenen Gesellschaft Langenhagen ein positives Fazit: Bei aller Einigkeit in einzelnen Fragen, etwa zur Aufnahme aus Afghanistan geflüchteter Menschen und dem Bekenntnis zum Klimaschutz, offenbarten sich doch durchaus Unterschiede in der Gewichtung dessen, was für die Stadt Langenhagen wichtig und richtig ist – für die Zuhörer sicher eine Entscheidungshilfe zur Kommunalwahl am 12. September. Spontanen Applaus der mehr als 50 Besucher im Rathaushof gab es für ein wichtiges Anliegen der Offenen Gesellschaft: "Es ist uns ein wichtiges Anliegen, der Polemik, der Hetze und den Fake News von rechten Parteien und ihren Unterstützern etwas entgegenzusetzen."