Einweihung der Elisabethkrippe

Pastorin Bettina Praßler-Kröncke führte den Gottesdienst im Kita-Garten. (Foto: G. Gosewisch)

Mehr pädagogisches Personal ist nötig

Langenhagen (gg). Bereits seit einem halben Jahr werden 15 Kinder in der Elisabethkrippe betreut, nun wurde der gelungene Start mit einer Einweihungsfeier gewürdigt. Für den Kirchenkreis Langenhagen-Burgwedel sprach Superintendent Martin Bergau das Grußwort: „Wir haben viel erreicht, das ist ein guter Grund zu feiern. Der Eichenpark gewinnt durch die Krippe, weil sie einen Farbtupfer darstellt. Die Kinder rücken hier in den Blick.“ Seinen Dank sprach er für die finanzielle Unterstützung der Stadt Langenhagen und für die Arbeit des Kirchenvorstandes der Elisabethgemeinde aus. In Vertretung des Bürgermeisters war Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch vor Ort. „Eine gute Betreuung in dieser Krippe ist gesichert“, sagte sie. Eine Verdreifachung der Krippenplätze in Langenhagen habe es in den letzten Jahren gegeben, dennoch – viele Eltern warten noch auf die Zusage eines Krippenplatzes, so ihr Hinweis.
Einen bunten Spielpark haben die 14 Erzieherinnen im Kita-Garten der Elisabethgemeinde aufgebaut. Eltern und Kinder konnten viele Stationen nutzen, ein Gottesdienst im Freien verband die Gemeinschaft. Pastorin Bettina Praßler-Kröncke nutzte Bewegungslieder, um die Kinder aktiv in den Gottesdienst einzubeziehen. „Wir haben bewusst auf eine Predigt verzichtet. Es gab ein Bibelwort, das war schnell gefunden – wir haben einfach die Tageslosung vom Tag der Dienstbesprechung ausgewählt: Gott, lass deine Augen offen stehen über diesem Haus, Tag und Nacht, über der Stätte, über die du gesagt hast, dort soll mein Name sein.“ In gesprochenen Gebeten wurden die Sorgen der Eltern deutlich. Die Bitte um Gottes Hilfe bei der Angst, nicht genug für die Kinder zu tun, war ein Beispiel. Glück und Trost sollen die Kinder in der Krippe genauso finden, wie Freundschaften und Gemeinschaft.
Neun Kinder werden im August aus der Krippe in die Kita der Elisabethgemeinde, die insgesamt 85 Plätze hat, wechseln. Die freien Plätze in der Krippe werden aus der Warteliste gefüllt, Geschwisterkinder haben Vorrang. Kinder ab dem ersten Lebensjahr werden in der Krippe angenommen, das ist bei anderen Krippen-Gruppen im Stadtgebiet anders, dort werden Kinder erst mit eineinhalb Jahren aufgenommen.
Kita-Leiterin Tabea Pipenbrink zieht positive Bilanz. Die Krippen-Kinder sind in den umgebauten Räumen der früheren Wohnung an der Kita untergebracht. Die Bedingungen seien durchaus gut, die Versorgung der Gruppe mit drei Erzieherinnen in der Kernzeit überdurchschnittlich. Dennoch wünscht sie sich mehr Fachkräfte: „Das ist ein dringender Appell an die Politik – es muss mehr pädagogisches Personal für die Krippengruppen bewilligt werden. Die Emotionale Belastung ist bei der Arbeit mit Krippenkindern sehr hoch.“