Eiscafé steht bei Kaltenweidern ganz oben

Bürgermeister Mirko Heuer will "Bürgerbeteiligung plakativer machen"

Kaltenweide (ok). Eiscafé, Restaurant und Altenbegegnungsstätte landeten auf dem Treppchen, eine Blumenwiese ist auch noch genannt worden und das umstrittene Mietshaus mit 24 Wohneinheiten stand ganz hinten auf der Liste. Der Kaltenweider Arne Wolkenhauer hatte auf Facebook eine Umfrage gestartet, an der sich in den ersten Tagen nach seiner Aussage schon 700 Interessierte beteiligt hatten. In der Fragestellung ging es darum, was auf dem Gelände des alten NP-Marktes an der Kananoher Straße entstehen solle. Viele Kaltenweider hatten sich über die sozialen Medien und auch in der Ratssitzung im April artikuliert, weil sie eine Bebauung mit 24 Wohneinheiten befürchteten. Für Marc Köhler, Fraktionschef der SPD im Rat der Stadt Langenhagen, fehlt in Kaltenweide allerdings im Gegensatz zu Westen der Stadt Langenhagen Gewerbe. Und auch der NP-Markt sei niemals ein schönes Eingangstor der Ortschaft gewesen. Da sollten die Kaltenweider mal die Kirche im Dorf lassen. Bürgermeister Mirko Heuer begrüßt es, wenn Bürger sich engagieren, sagt aber auch, dass das ISEK als Integriertes Stadtentwicklungskonzept eben ganz Langenhagen im Blick haben müsse. Aber er räumte auch ein: "Wir müssen Bürgerbeteiligung plakativer machen und komplizierte Sachverhalte einfacher darlegen." Vor allen Dingen wolle er diejenigen ansprechen, die sonst nicht unbedingt als politische Akteure eine Plattform bekämen. Das ISEK sei der Leitfaden der nächsten zehn Jahre und verfolge eben mehr als Einzelinteressen.