Eltern werden vertröstet

Hortplätze entstehen mit Verzug

Langenhagen (gg). Für drei Standorte hat der Rat vor der Sommerpause die Errichtung von Hortplätzen beschlossen und die Stadtverwaltung mit der Errichtung beauftragt. Schnellstmöglich sollten sie fertig werden, Schulkinder sollten idealerweise nach den Sommerferien eine Betreuung finden. Daraus wird nichts. Statt Hortplätzen gibt es drei Baustellen an den Standorten in Krähenwinkel, in Kaltenweide und in der Hindenburgstraße. Das größte unvorhergesehene Problem tut sich in Krähenwinkel auf. Dort sollte ein privates Gebäude im Gleisdreieck zum Hort umgebaut werden. „Verhandlungen und Pläne dafür waren weit voran geschritten, nun hat der Eigentümer des Gebäudes aus privatwirtschaftlichen Gründen einen Rückzieher gemacht“, erklärt Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch. Ein neues Gebäude zu finden sei schwierig, man müsse auf eine Containerlösung umschwenken, erklärt sie, dafür ist allerdings ein neuer Ratsbeschluss nötig und der kann frühestens Ende September über die Ausschüsse auf den Weg gebracht werden. Erst danach kann die Verwaltung wieder tätig werden. Rund zwölf Kinder warten in Krähenwinkel auf einen Hortplatz, die Kita Krähenwinkel wird eine Art Überbrückungsangebot stellen. Anders sieht es in Kaltenweide aus. 20 Kinder sollen dort einen Hortplatz bekommen, doch die dafür vorgesehene Containerlösung ist noch lange nicht fertig und es gibt kein Überbrückungsangebot außer der Tagespflege. „Der Ratsbeschluss kam einfach zu spät so kurz vor der Sommerpause“, erklärt Gotzes-Karrasch. Die Ausschreibung ist fertig, ein Anbieter für die Container ausgesucht, die Erschließung des Standorts auf dem Weg. „Die Erschließungskosten haben sich gegenüber dem geplanten aber von der Politik abgelehnten Standort auf dem Schützenplatz in Kaltenweide verdoppelt, von 15.000 auf 30.000 Euro“, erklärt Bürgermeister Friedhelm Fischer zur Situation am neuen Standort an der Kananoher Straße. Bis die letzten Abnahmen der Baubehörde und Landesschulbehörde vorliegen werden wohl noch einige Monate vergehen, schätzt Gotzes-Karrasch. Erst im Dezember werden die Hortkinder betreut, bis dahin müssen Eltern selber eine Lösung finden.
Am ehesten werden die 14 Kinder am Standort Hindenburgstraße ihren Hortplatz beziehen können. Dort müssen Eltern nur etwa drei Wochen nach den Sommerferien überbrücken. Anfang Oktober soll die Containerlösung dort fertig sein, durch Container-Lieferzeiten ebenfalls später als erwartet.