Emma Hinze ist Bahradkönigin

Emma Hinze ist dreifache Weltmeisterin. (Foto: W. Euhus)

Drei Goldmedaillen im Teamsprint, Sprint und Keirin

Wann hat man eine Bahn-Weltmeisterschaft schon fast vor der Haustür, fragten sich die Blau-Gelb-Mitglieder. Und so fuhren fast 20 Radsportfans nach Berlin, um dieser wichtigen Großveranstaltung beizuwohnen. Ein weiterer Grund für die Reise war die Hoffnung auf ein gutes Abschneiden von Emma Hinze, vormals Mitglied der „Radsportfördergruppe Blau-Gelb Team SWISS-O-PAR“ und danach Ehrenmitglied des Radsportclubs. Die Hildesheimerin wurde als Juniorin erfolgreich von Gernot Backhaus trainiert. Emma gewann Deutsche Meisterschaften und errang bei der Bahn-Europameisterschaft im portugiesischen Anadia eine Gold-, eine Silbermedaille und wurde einmal Vierte. Bei den Junioren-Bahnweltmeisterschaft 2015 in Astana (Kasachstan) wurde Emma Hinze dreifache Junioren-Weltmeisterin.
Die erfolgreiche Nachwuchssportlerin wechselte wegen der besseren Trainingsmöglichkeiten später zunächst nach Rheinland Pfalz ins Sportinternat Kaiserslautern, danach nach Cottbus und fährt jetzt als Profi im „Track Team Brandenburg“.
Die Reise der Radsportinteressierten aus Langenhagen hat sich gelohnt. Emma Hinze errang drei Goldmedaillen, im Teamsprint, im Sprint und im Keirin. Im Teamsprint, den sie mit Pauline Grabosch fuhr, unterbot sie den Weltrekord und zusammen mit ihrer Partnerin dank des heimischen Publikums die eigenen Bestzeiten.Der Sieg im Spint war erst der dritte Sieg einer Deutschen in dieser Disziplin. Silber ging an die Russin Anastasiia Voinova, Bronze an die taiwanesische Titelverteidigerin Wai Sze Lee. Auch beim dritten Start zeigte sich Emma Hinze erneut in bestechender Form und siegte am Schlußtag im Kampfsprint Keirin vor Hyejin Lee aus Südkorea und Stephanie Morton aus Australien.
Mit dieser Siegesserie erzielte Emma Hinze eine bisher im deutschen Frauen-Bahnradsport nie erreichte Siegesserie und darf sich zu recht als unangefochtene Welt-Bahnrad-Königin bezeichnen. Hetzt erholt sie sich in warmen südlichen Gefilden von den anstrengenden Trainingsvorbereitungen und der kräftefordernden WM. Frauenpower: Insgesamt holte die Deutsche Mannschaft in Berlin acht Medaillen, sieben davon errangen die Frauen.