Endlich Entlastung für Schulen?

Marco Brunotte, Gabriele Kawan und Jean-Pierre Hühne beim Gespräch in der Friedrich-Ebert-Schule. (Foto: G: Gosewisch)

Vielfältige Probleme fordern Politik und Verwaltung

Langenhagen (gg). Wie geht es mit dem Zweigstellenproblem des Gymnasiums weiter? Seit Abschaffung der Orientierungsstufe vor rund zehn Jahren werden die Jahrgänge fünf und sechs des Gymnasiums in einem Schultrakt an der Hindenburgstraße unterrichtet. Diese Zweigstelle ist ein Provisorium, das eigentlich nur eine kurze Übergangslösung sein sollte. Vielfältige Belastungen und Probleme sind von Lehrern und Schülern zu tragen. Mehrfach informierte Schulleiterin Irene Kretschmer in Ausschusssitzungen zu den Fahrzeit-Verlusten und unvermeidbarer Unpünktlichkeit im Unterrichtsbeginn, mangelnder Schülerbetreuung in den Pausenzeiten und Raumengpässen. Auf Nachfrage bestätigten die Fraktionsvorsitzenden im Rat stets, dass eine Verbesserung der Situation dringend geboten sei. Nach jahrelangem Stillstand scheint sich nun eine Lösung abzuzeichnen, zumindest signalisiert das die Schulleiterin. Demnach werde seitens der Stadtverwaltung geprüft, wie die räumliche Eingliederung der Jahrgänge fünf und sechs in das Schulzentrum zu realisieren ist – eine Folge der Fertigstellung der ersten zwei Bauabschnitte. Doch neben der räumlichen Situation belasten weitere Probleme den Schulalltag. Dies wurde bei einem der regelmäßigen Besuche von Marco Brunotte, SPD-Landtagsabgeordneter und Langenhagener Ratsherr, an den hiesigen Schulen deutlich. Sie dienen dem Informationsaustausch allgemein, verschaffen ihm nach eigener Aussage aber auch immer wieder einen Abgleich. Für die konkrete Fragestellung „Welche Wirkung haben Fördermaßnahmen der Landesregierung in Sachen Einrichtung von Ganztagsschulen“ war er mit seinem Ratskollegen Jean-Pierre Hühne vor Kurzem in der Friedrich-Ebert-Schule, um einen Lagebericht der Schulleiterin Gabriele Kawan zu erhalten. Im Gegensatz zu weiteren Grundschulen in Langenhagen wird in der Friedrich-Ebert-Schule die Umwandlung zur Ganztagsschule vorerst nicht angestrebt. Als Gründe nennt die Schulleiterin, dass nach einer Umfrage unter Eltern nur ein Drittel einen Bedarf gemeldet habe. Gabriele Kawa erklärte: „Wir sind mit der Situation zufrieden, wie sie ist.“ Rund 60 der 330 Grundschüler an der Friedrich-Ebert-Schule seien über den Betreuungsverein versorgt. Davon fragen nur 40 nach einer Sommerferien-Betreuung und nur 20 nach einer Betreuung in den Herbstferien. „Es ist interessant, wie vielfältig die Situationen an den Grundschulen sind“, zieht Marco Brunotte Bilanz und nahm zusätzliche und schwer wiegende Informationen mit auf den Weg: Sprachschwierigkeiten der zugezogenen Kinder oder fehlende Unterstützung bei sozial-emotialem Förderbedarf – für Gabriele Kawan, Schulleiterin der Friedrich-Ebert-Schule an der Hindenburgstraße, sind dies die großen Probleme im Schulalltag, die zu bewältigen sind.