Energie-Sparen im Garten

Vorbereitung auf „Offene Pforte“ - tolle Teichtipps

Langenhagen (gg). Dass mit dem gewissen „Gewusst-wie“ ein klarer Fortschritt in Richtung Arbeitsersparnis erlangt werden kann, ist eine Binsenweisheit, aber um genau die geht es bei einer Gartenpflege, die Spaß statt Mühsal bringen soll. Nach diesem Prinzip nutzen Ursula und Otto Dörries am Reuterdamm ihren Garten. Im Programm „Offene Pforte“ in Langenhagen ist ihr Garten die Station Nummer neun am 3. Juni. Natürlich bereiten sie ihren Garten darauf vor, aber das ist keine zeitraubende Angelegenheit. „Das kommt von ganz allein, da braucht man gar nichts machen“, hört man quasi in jedem zweiten Satz, wenn sie beim Frühjahrsgang im Garten Inventur machen. Wie kann das sein? Dörries setzten auf den richtigen Zeitpunkt. Dazu Ursula Dörries: „Wenn die Kälte aus dem Winter noch im Boden steckt, sollte man mit der Gartenpflege noch inne halten.“ Wichtig sei zu schauen. Gepflegt und gepflanzt wird bei Dörries, wenn die Natur es anzeigt, dann allerdings laufend in kleinen Etappen, die nicht viel Zeit verbrauchen. Stauden beispielsweise werden erst dann vom trockenen Blatt des letzten Jahres befreit, wenn der neue Austrieb schon weit und gekräftigt ist. „Sonst reißt man mehr kaputt, als es nützt“, sagt sie mit Erfahrung. Sensationellen Erfolg haben sie in Bezug auf ihren Gartenteich: „Kaum jemand macht so wenig an seinem Teich wie wir“, schmunzeln sie. Ohne Filter, ohne Pumpe und damit ohne teure Investitionen und Folgekosten für den Energieverbrauch kommt der aus - ein reiner Naturteich, ohne grünes Wasser. „Das geht, mit ganz wenigen und nur sehr kleinen Fischen“, erklärt Otto Dörries. Sein spezieller Sand mit gewissen Lehmanteilen als Teichboden ist ein echter Geheimtipp. Belohnt wurde das Ehepaar für ihr naturnahes Gärtnern bereits – der Eisvogel kommt zu Besuch. „Der ist selten, aber ein Juwel. Unfassbar stark leuchtet sein blaues Federkleid. Von seinem Anblick muss man einfach fasziniert sein“, strahlen beide.
Natürlich werden sie die Stationen der anderen Anbieter der „Offenen Pforte“ besuchen. „Überall kann man etwas Neues entdecken, aber die Geselligkeit ist genauso wichtig“, sagt Otto Dörries. Los geht es am 28. und 29 April von 11 bis 17 Uhr bei Renate Koch in der Emil-von-Behring-Straße 36. Sie zeigt einen vielfältigen Teegarten (49 Sorten) mit Bambus und Pfirsichbäumen.