Engagement für den Abbiegeassistenten

Nach Einbau der ersten Abbiegeassistenten erläuterte Raoul Haack (rechts) Ende 2019 Bürgermeister Mirko Heuer die Funktionsweise der Abbiegeassistenten. 

Stadt ist offizieller Sicherheitspartner des Bundesverkehrsministeriums

Langenhagen. Die Stadt Langenhagen ist offizieller Sicherheitspartner des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Das Ministerium würdigt damit das hohe Engagement der Stadt Langenhagen für Verkehrssicherheit in Deutschland. „Nach mehreren Verkehrsunfällen, bei denen Radfahrer von Lkw-Fahrern beim Abbiegen übersehen und verletzt wurden, war uns klar, wir werden handeln. Wir haben deshalb umgehend entschieden, unsere großen Fahrzeuge der Stadtentwässerung, des Betriebshofes und der Feuerwehr mit Abbiegeassistenten auszurüsten“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer.
Zunächst mit eigenem Geld, später mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Aktion Abbiegeassistent!“, hat die Stadt 2019 neun Fahrzeuge, mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen umgerüstet: drei Lkw, vier Saug- und Spülwagen und zwei Kehrmaschinen. Ein zehntes Fahrzeug wird aus wirtschaftlichen Gründen neu angeschafft und mit Abbiegeassistent ausgeschrieben. Auch die Hubbühne und der Werkstattwagen des Betriebshofes, beides Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen Gesamtgewicht, wurden umgerüstet.
„Zusammen haben Betriebshof und Stadtentwässerung 22 Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Die Hälfte davon haben wir bereits umgerüstet", erläutert Heuer.
Im nächsten Schritt plant die Stadt, die großen Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren umzurüsten. „In den Feuerwehrfahrzeugen ist sehr viel Technik verbaut. Deshalb ist der Einbau von Monitor und Sensorik, sowie die Integration in die Bordelektronik komplizierter", so Heuer.
Nachträglich eingebaute Abbiegeassistenten bestehen aus zwei Komponenten: einem Monitor in der Fahrerkabine und einer kleinen Kamera, die auf der Beifahrerseite außen über der Tür angebracht wird. Sie filmt, was sich in dem für den Fahrer nicht einsehbaren Bereich – dem „toten Winkel“ – befindet. Die Bilder werden auf den Monitor übertragen. Dieser befindet sich auf der Beifahrerseite, sodass er mit dem Blick in den Außenspiegel erfasst wird. Ist niemand im "toten Winkel" zeigt der Monitor einen grünen Rahmen. Tauchen jedoch Fußgänger oder Radfahrer auf, wird der Rahmen rot und ein akustisches Signal weist darauf hin.
Das System ist einfach zu handhaben. Die Mitarbeiter von Betriebshof und Stadtentwässerung mussten nicht eigens eingewiesen werden. „Der Blick geht ja vor dem Abbiegen eh zum Außenspiegel. An den zusätzlichen Monitor hat man sich nach kurzer Zeit gewöhnt“, sagt Raoul Haack von der Stadtentwässerung Langenhagen.