Engagiert und beharrlich

Fachmann in Sachen Naturschutz: Heinz Jansen.Foto: D. Lange

Heinz Jansen trägt sich als 65. ins Goldene Buch ein

Langenhagen (dl). „Wenn du etwas verändern willst, musst du dich engagieren“. Diese Aufforderung seiner Frau Cäcilia – so zu sagen als Triebfeder seiner Arbeit – hat sich Heinz Jansen zu eigen gemacht und besonders sein ehrenamtliches Wirken für den Naturschutz daran ausgerichtet. Heinz Jansen war mehr als zwölf Jahre lang Vorsitzender der Naturkundlichen Vereinigung in Langenhagen und betreute und initiierte währenddessen in der NVL zahlreiche Aktionen mit Schulklassen und Kindergärten. Nach seinem Ruhestand 1992 – er unterrichtete an der Universität Hannover Studenten im Institut für Botanik – übernahm Jansen das Amt als Naturschutzbeauftragter der Region für Langenhagen. Dazu bedurfte es der zwar sanften, aber letztlich erfolgreichen Überzeugungsarbeit des damaligen Stadtdirektors Klaus Rosenzweig. Jansen, der als einer der ersten in Europa mit einer Arbeit über die praktische Anwendung von Pflanzenhormonen promovierte, wird von seinen Mitstreitern als freundlich und interessiert beschrieben, der sich für die Themen des Umweltschutzes engagiert, dabei nie egoistisch sei, aber dennoch erfolgsorientiert und vor allem beharrlich und durchaus streitbar seine Ziele im Auge behalte.
Seit der Gründung des Arbeitskreises „Grünes Langenhagen“ 2004, dessen Mitglied und Sprecher er ist, entstanden unter seiner Federführung beispielsweise die bereits seit sieben Jahren erfolgreiche Aktion „Offene Pforte“, der „Ökologische Spaziergang durch den Eichenpark“ und die Aktion „Baumgesichter“, an der viele Langenhagener beteiligt waren und deren Ergebnisse zurzeit in der Robert-Koch-Realschule zu sehen sind. Nebenbei ist Heinz Jansen noch Mitglied des Parkbeirats und unterstützt seit kurzem aktiv die Lernhilfe Kaltenweide.
„Dieser persönliche Einsatz verdient eine besondere Anerkennung und damit sind Sie, Dr. Jansen, die 65. Person, die sich in das Goldene Buch der Stadt einträgt“, so Bürgermeister Fischer in seiner Laudatio. Der Verwaltungschef betonte, dass die Eintragung in das Goldene Buch etwas ganz Besonderes sei, und es auch bleiben solle. Jansen verriet im Anschluss den Gästen der Feierstunde anlässlich der Ehrung, dass er ein großer Fan des 2005 verstorbenen Kabarettisten und fahrenden Poeten Hanns Dieter Hüsch sei – beide sind in Moers am Niederrhein geboren und aufgewachsen. „Wir wohnten im Haus gegenüber“, erzählt Jansen, "und sind in dieselbe Schule gegangen, allerdings nicht in dieselbe Klasse, denn Hüsch war fünf Jahre älter als ich." Jansen hat oft mit Hüschs Cousins Fußball gespielt und war auch immer ein begehrtes Mannschaftsmitglied. "Denn uns gehörte der Ball, was damals keine Selbstverständlichkeit war“, sagt er. „Immer, wenn Hanns Dieter Hüsch in Langenhagen im Theatersaal spielte, saß ich im Publikum." Zur Erinnerung an den großen Kabarettisten und passend zur Adventszeit las Jansen für seine Gäste einen Text von Hanns Dieter Hüsch vor und zwar die Geschichte vom „Schuhschwämmchen“.