Engelbostel feiert 825. Geburtstag

Die Martinskirchengemeinde feierte am Pfingstsonntag ihr 825. Jubiläum unter freiem Himmel. (Foto: Ch. Frehrking)

Regionalbischöfin eröffnet Feierlichkeiten zum Kirchenjubiläum

Engelbostel/Schulenburg. Beim 825. Geburtstag kommt natürlich die Bischöfin persönlich: Petra Bahr als Regionalbischöfin des evangelisch-lutherischen Sprengels Hannover war am Pfingstsonntag zum hohen Jubiläum der Martinskirchengemeinde nach Engelbostel gekommen und hielt bei überraschend sonnigem Wetter die Festpredigt auf der Kirchwiese.
„Wir können uns darauf verlassen, dass Gottes Geist in der Gegenwart wirkt“, ermutigte die Theologin die etwa einhundert Teilnehmenden des Festgottesdienstes, die – mit Abstand – auf der Wiese Platz gefunden hatten und ergänzte: „Wir müssen nichts tun außer zu hoffen!“
Ein weiterer Höhepunkt des Gottesdienstes war eine musikalische Uraufführung: Holger Kiesé hatte ein besonderes Geburtstagslied komponiert, das sein Back-to-Church-Chor mit Birte Kiesé am E-Bass und Dirk Ostermeier am Saxofon erstmals aufführte. Daran beteiligte der Kirchenmusiker auch die drei Martinsglocken. Technisch aufwändig hatten die Ehrenamtlichen Kabel bis hinauf in die Glockenstube verlegt. Denn der Chor musste unten auf der Wiese sein Metronom mit dem anderen Metronom synchronisieren, das Jannis Euhus, Jarle Kiesé und Henry Markgraff nutzen: Als Percussion Group Langenhagen standen sie oben im Turm und schlugen die zum Teil jahrhundertealten Glocken mit Gummihammern, während der Chor die unterschiedlichen Inschriften und Aufgaben der drei Glocken besang.
„Unsere Kirchengemeinde ist stolz auf ihre Geschichte“, erläuterte Pastor Rainer Müller-Jödicke: 1196 hatte der Bischof von Minden in einer Urkunde für das Kloster Marienwerder auch die Kirche von „Hendelingeburstelle“ erwähnt, dies ist der älteste historische Beleg.