Enges Tor und schmaler Weg

Mt 7,13-14: „Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden!“ (Lut17)
Zwei Tore, zwei Wege und zwei verschiedene Personengruppen beschreibt Jesus am Ende seiner Bergpredigt. Auf den einen müssen die Leute durch ein enges Tor gehen und ein schmalen Weg erklimmen. Es ist mühsam und nicht viele gehen diesen Weg. Verstehen kann ich das ganz gut. Es gibt nämlich noch eine zweite Möglichkeit. Das zweite Tor ist weit und der zweite Weg ist breit. Der Weg bittet offensichtlich genügend Platz für eine große Menschenmenge. Sich zwischen beide Wege zu entscheiden ist leicht. Niemand will sich durch ein enges Tor zwängen, einen schmalen und schwierigen Weg hinaufsteigen und eine Zeit lang alleine, denn es sind nicht viele darauf unterwegs. Mir kommt direkt das Lied von Xavier Naidoo ins Ohr: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“.
Der größte Unterschied zwischen beide Möglichkeiten ist das Ziel. Jedes Tor und jeder Weg für die Menschen zu einen Ziel. Die große Menschenmasse bewegt sich auf die Verdammnis zu. Es ist eine zerstörerische Kraft oder eine Ort ohne Leben. Dagegen ist das Ziel der wenigen Menschen auf den schmalen Weg das Leben. Das ist wohl der größte Gegensatz von den vielen Bildern. Gott wird auch als Schöpfer allen Lebens betitelt. In diesen Bildern könne das Leben für die pure Gottesnähe stehen und die Verdammnis für die absolute Gottesferne. Für welches Ziel hast du dich entscheiden? Wo willst du hin? Manchmal wird diese Entscheidung durch den Weg schon beschlossen. Ist es wert auf den schwierigen Weg zu gehen? Jesus Antwort lautet: Ja, es lohnt sich. Denn das Ziel ist das Leben!
„Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer. Nicht mit vielen wirst du dir einig sein, doch dieses Leben bietet so viel mehr.“ – Amen.

Stefan Weisser, Diakon