Entlastung für Festleiter und Schützenkönig Dirk Trapp

Zum ersten Mal an der Spitze der Kaltenweider Delegation: der neue Vorsitzende Jan Drewke.Fotos: O. Krebs
 
Geehrt (von links): Jens Kuschel, Justo Javier Gallardo, Ernst-August Wolkenhauer, Fritz Schneider und Kreisschützenmeister Michael Freiberg.

111. Auflage des Kaltenweider Schützenfestes bei Rekordtemperaturen

Kaltenweide (ok). Beim Schnapszahl-Schützenfest im 111. Jahr des Bestehens des Kaltenweider Schützenvereins purzelten so einige Rekorde. So war es das heißeste Schützenfest in Kaltenweide, das traditionell immer zu Pfingsten gefeiert wird. Und auch Jan Drewke war bei seiner Premiere als Vereinsvorsitzender sehr zufrieden: "Es war ein traumhaftes Fest bei Superwetter.“ Rekord Nummer zwei fiel am Freitagabend am Discoabend. Mehr als 1.300 Besucherinnen und Besucher strömten ins Festzelt, um den Klängen der Burning Chips zu lauschen. Doppelbelastung für Dirk Trapp. Der Hainhäuser war als Festleiter eingespannt und musste zudem natürlich seinen Pflichten als Schützenkönig nachkommen. Glücklicherweise entlasteten ihn Axel Siebert und Cord Baumgarte in der Funktion des Festleiters; Jörg Baumgarte war natürlich engagiert wie eh und je. Voll des Lobes waren die anderen Schützinnen und Schützen, was die Königsfeier bei Dirk Trapp angeht. Eine paar tolle Stunden mit einer Klasse-Bewirtung waren angesagt; der Empfang bei seiner Majestät endete am Ende mit einer Wasserschlacht – sehr angenehm bei den tropischen Temperaturen. Schwer gefordert war auch wieder Scheibenkieker Jörg Friedland – er kommt immer extra zum Fest aus Minden angereist. Kommen wir zu Rekord Nummer drei: Bei 728 stand die Bestmarke beim Verputzen von Käsekrakauern. Am Montag gegen 17 Uhr war bereits die 800-Würste-Marke geknackt, 830 waren es am Ende des Tages. Erfolgreich war auch Presssprecher Axel Siebert in Sachen Nachwuchswerbung – acht neue Mitglieder sind während des Schützenfestes dazugekommen. Der Schützenverein Kaltenweide ist mit 330 Mitgliedern einer der größten in der Region. Sieberts Wunsch: Die Zahl der Mitglieder aus dem Weiherfeld ließe sich durchaus noch steigern, liege derzeit gerade mal bei zwei bis drei Prozent. Fast zu heiß war das Wetter für das bewährte Team des Schaustellerbetriebs Musiolek. Bei der Hitze seien zumindest an den Nachmittagen viele Familien zu Hause geblieben. Und auch beim Katerfrühstück am Montag kam so mancher ins Schwitzen. Erstmals kam der Lärmschutz zum Einsatz; die Bühne ist gedreht worden. Ehrungen und Auszeichnungen standen auch in diesem Jahr im Mittelpunkt. Und der Schützenverein Kaltenweide kann eine weitere persönliche Ehrung vornehmen. Der befreundete Schützenverein aus Niederbayern, die Wildschützen Trebersdorf, haben die Ludwig-Dengler-Scheibe spendiert. Ludwig Dengler, Vorsitzender der Wildschützen, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht beim Schützenfest dabei sein, schickte die Scheibe aber bereits vorab per Post. Erster Sieger der Scheibe war witzigerweise gleich der Vorsitzende Jan Drewke.
Weitere Ehrungen: Der Ortsratspokal geht an Jenny Rosanka, der Schützentaler an Fritz Schneider. Schneider wurde von Kreisschützenmeister Michael Freiberg obendrein für 50 Jahre Mitgliedschaft im Deutschen Schützenbund geehrt. 40 Jahre sind Ernst-August Wolkenhauerund Justo Javier Gallardo dabei, Jens Kuschel 15 Jahre. Die bronzene Vereinsnadel geht an Thomas Moeck, der in der vergangenen vier Jahren Vorsitzender war. Außerdem wurden einige Schützen und Musiker ausgezeichnet: Julian Pfarr, Bastian Fessel, Ralf-Michael Bellmann, Heinz Vogler, Scheibenkieker Jörg Friedland und Schießsportleiter Stefan Gläser. Und zu guter Letzt holte sich Anna Ohlendorf die Gemeindekette.