"Entscheidungen transparenter machen"

Ich will da rein: Wie einst Gerhard Schröder am Zaun des Kanzleramtes rüttelt Wilhelm Behrens an der Rathaustür. (Foto: O. Krebs)

Wilhelm Behrens (Unabhängige) tritt als Bürgermeisterkandidat an

Langenhagen (ok). Wenn er über den Marktplatz oder durch die Markthalle geht, kommt er mit dem Grüßen kaum nach. Auch, wenn es vielleicht ein wenig abgedroschen klingt, triftt es das genau: Ratsherr Wilhelm Behrens (64) ist in Langenhagen bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Und: Er hat sein Ohr immer am Bürger, hört sich die Sorgen und Nöte an. Seit 2011 sitzt er im Rat der Stadt Langenhagen bildet mit "Die Unabhängigen" zusammen mit den Grünen eine Gruppe im Rat. Jetzt will Behrens Mirko Heuer als Bürgermeister ablösen. Der gelernte Kaufmann ist gut in der Stadt vernetzt, war unter anderem Interimsvorsitzender beim SC Langenhagen, hat das Abenteuerland mit gegründet und ist Mitglied der DLRG. Als Segler ist er zwar Teamwork gewohnt, sagt aber auch klar und deutlich: "Es kann nur einen Kapitän geben." Sollte er das Kommando auf der Brücke übernehmen. will Behrens zunächst einmal den Haushalt konsolidieren und die Prioritätenliste überarbeiten. "Wir müssen Entscheidungen transparenter machen", sagt Wilhelm Behrens. Dazu gehöre auch eine Bürgerbeteiligung, die aus der Sicht von Behrens zum Beispiel bei der Westfalenstraße oder beim Projekt Handelshof notwendig gewesen wäre.Weiterhin müsse Langenhagen "klimafest" gemacht werden. Dazu zähle das Wassermanagement oder auch das 1.000-Bäume-Programm. Das Mikroklima werde immer wichtiger Luftschneisen müssten erhalten bleiben. Behrens: ""Die Rieselfelder dürfen nicht angestastet werden." Fotovoltaik sei für ihn wichtig, ebenso Anreize für Dachbegrünung . Und notfalls müsse eben auch mit Sanktionen gearbeitet werden. Und last but not least müsse die Digitalisierung der Verwaltung vorangetrieben werden. Dazu zähle das Thema Home-Office genauso wie der Bürgerservice.